[Lese-Freitag] HRH so many thoughts on royal style von Elizabeth Holmes und Airhead von Emily Maitlis

Heute gibt es mal wieder zwei Leseproben Meinungen für euch! Diesmal sind es englische Sachbücher, die mich thematisch beide interessiert haben. Allerdings konnte mich nicht nur eins begeistern, weil das andere anders war als erwartet und mich eher enttäuscht hat.

Darum geht es in HRH. so many thoughts on royal style:

Kate Middleton and Meghan Markle are global style icons, their every fashion choice chronicled and celebrated. With all eyes on them, the duchesses select clothes that send a message about their values, interests, and priorities. Their thoughtful sartorial strategies follow in the footsteps of Queen Elizabeth II and Diana, Princess of Wales, two towering figures known for using their personal style to great acclaim. With one section devoted to each woman, HRH is a celebration of their stories and their style, pairing hundreds of gorgeous photographs with extensive research. A picture emerges of the British monarchy’s evolution and the power of royal fashion, showing there’s always more than what meets the eye. (Quelle: Goodreads.de)

Darum hat mir die Leseprobe von HRH gefallen:

Ich hatte vor dem Lesen um ehrlich zu sein nicht wirklich eine Vorstellung davon, was mich erwartet. Königshäuser fand ich schon immer super faszinierend, da bildet das britische Königshaus natürlich keine Ausnahme und ist meiner Meinung nach hierzulande wohl eines der Bekanntesten. Die Autorin ist Journalistin, stellt aber gleich zu Beginn des Buches klar, dass sie als Amerikanerin den Stil und die Frauen des britischen Königshauses natürlich anders betrachten kann, als Einheimische, die mit Steuern und Nationalität anders mit der Königsfamilie verbunden sind. Manchmal habe ich mir Gedanken über die Mode der Königsfamilie gemacht, aber so klar, wie Elizabeth Holmes einige Aspekte ausspricht, konnte ich immer nur bestätigend nicken oder fasziniert weiter lesen und fand es schade, als die Leseprobe vorbei war. Ich will weiter lesen! In dem Buch geht es nur um die vier Frauen, weil Frauen seit jeher für ihren Stil bewundert und gleichermaßen kritisiert werden, während die Männer der Familie weniger bedacht werden. Außerdem kommt Robert Lacey zu Wort, ein Historiker und Berater am Set von der Netflix Serie The Crown, der den Kern des Buches meiner Meinung nach ganz gut zusammen fasst:

“ROYAL FASHION IS RIGHT AT THE HEART OF THE REPRESENTATIVE MONARCHY.“

In dem Buch wird auch schon der „Kate-Effekt“ thematisiert, also dass alles, was Kate Middleton trägt, kurz danach ausverkauft ist und sie somit eine Macht hat über die Label und Unternehmen, die sie unterstützt. An royaler Mode fasziniert mich der Spagat zwischen eigenem Stil/Interessen und der königlichen Repräsentation, sowie die Details, auf die es ankommt. Dazu gehören die Fingernägel, die nur in bestimmten Tönen lackiert sein dürfen, wie die Ärmel eines Mantels geschnitten sein muss, um noch gut winken und Hände schütteln zu können. Wenn ihr eure Augen schließt, könnt ihr euch bestimmt die Queen vorstellen, oder? Richtig, in einem einfarbigen Kostüm in auffälliger Farbe. Sie darf nicht zu bunt sein, aber sie muss von der Masse vom Balkon aus noch klar zu erkennen sein. Ich wusste nicht, wie sich ihr Stil nach dem zweiten Weltkrieg entwickelt hat und zu dem geworden ist, was er heute ist. Also hatte ich auch das Gefühl, etwas neues zu lernen, was ich immer spannend finde! Das Buch kostet leider etwas viel im Versand, aber sobald ich kann, will ich es mir unbedingt kaufen, denn ich muss weiter lesen und die Bilder lohnen sich gedruckt glaube ich auch sehr.

Kommen wir nun zur nächsten Leseprobe, denn im Gegensatz zu HRH konnte mich Airhead leider wirklich nicht überzeugen. Die Leseprobe war auch wesentlich kürzer, aber das hat mir schon gereicht.

Darum geht es in Airhead. The imperfect art of making news:

Behind every interview there is a backstory. How it came about. How it ended. The compromises that were made. The regrets, the rows, the deeply inappropriate comedy.
Making news is an essential but imperfect art, and it rarely goes according to plan. I never expected to find myself wandering around the Maharani of Jaipur’s bedroom with Bill Clinton or invited to the Miss USA beauty pageant by its owner, Donald Trump. I never expected to be thrown into a provincial Cuban jail, or to be drinking red wine at Steve Bannon’s kitchen table or spend three hours in a lift with Alan Partridge. I certainly didn’t expect the Dalai Lama to tell me the story of his most memorable poo. The beauty of television is its ability to simplify, but that’s also its weakness: it can distil everything down to one snapshot, one soundbite. Then the news cycle moves on.
 (Quelle: Goodreads.de)

Darum hat mir die Leseprobe von Airhead nicht gefallen:

Grundsätzlich kann man sagen, dass ich ein anderes Buch, einen anderen Fokus erwartet habe. Ja, im Klappentext werden bereits Interviews angesprochen, aber für mich waren das mehr Klappentext Aufhänger. Ich dachte, im Buch würde es mehr um das Drumherum gehen. Das Buch beginnt schon mal sehr bedrückend, womit ich mich erst einmal überrumpelt gefühlt habe von dem ersten Thema und der Schwere. Denn es startet mit November 2015 und der schlimmsten Frage, die ein Journalist stellen kann „Wie viele?“ nach den Anschlägen in Paris. BBC One hat den Reportern auf dem Weg nach Paris eine E-Mail mit Informationen geschickt, unter anderem der, dass sie sich von schwarzen Transportern fern halten sollen, weil den die Täter nutzten. Emily Maitlis beschreibt gut die Gefühle und Situation als Nachrichtenreporterin, die wenig geschlafen hat und von einem zu anderen Ort hetzt, um möglichst kompakt die wichtigsten Informationen zu vermitteln und dabei auch noch keine Fehler zu machen. Mein Unbehagen wurde wenig besser, als es eine gefühlte Ewigkeit um ihre Interviews mit Donald Trump ging, um sein widerliches Verhalten Frauen gegenüber, der Kauf eines Miss Wahl Wettbewerbs, seine Lügen schon in ihren Interviews im Trump Tower oder auf dem Golfplatz und wie wenig sie ihn Ernst genommen oder korrigiert hat, weil niemand in der Reaktion wirklich glaubte, dass dieser Mensch Präsident werden würde. Im nächsten Kapitel wechselt die Stimmung dann abrupt mit dem amerikanischen Äquivalent zu Dieter Bohlen: Simon Cowell, Musikproduzent und Juror bei American Idol, Britains/Americans Got Talent und The X Factor. Mein Problem mit der Leseprobe waren einerseits die Themen, ich hätte mir mehr von ihrer Arbeit neben der Interviews gewünscht, keine Berichte besagter Interviews, unzählige Anekdoten mit Namensaneinanderreihungen. Der Stil war für meinen Geschmack zu langatmig, zu nacherzählt zu „Ich habe das gefragt und dann hat er das gesagt und dann hat er eine Weintraube gegessen und dann sind wir zum Auto gegangen…“ Das ist natürlich jetzt übertrieben geschrieben, aber so kam es bei mir an und das brauche ich nicht. Wenn ich Interviews sehen will, kann ich die in anderen Medien nachlesen.

Was meint ihr, könnt ihr meine Meinung zu den Leseproben nachvollziehen? Und interessiert euch vielleicht eins der beiden Bücher oder sogar beide?


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