[Rezension] New Dreams von Lilly Lucas

New Dreams war ein unterhaltender Liebesroman zum Wohlfühlen, der mich trotzdem nicht gänzlich überzeugen konnte. Das Buch ist 2020 bei Knaur Romance mit 332 Seiten erschienen und darum geht es:

Nach einem heftigen Streit mit ihrer Mutter bricht Elara fluchtartig zu ihrer Großmutter nach Green Valley auf – und wird mitten in der Nacht in den Rocky Mountains von einem Schneesturm überrascht. Zum Glück ist Noah zur Stelle, der sie mit nach Green Valley nimmt.
In der idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains will Elara sich über ihre Zukunft klar werden und beginnt, an der örtlichen Tankstelle zu jobben. Dort trifft sie Noah wieder, der in der angeschlossenen Autowerkstatt aushilft und davon träumt, als Astronaut zu den Sternen zu reisen.
Hin- und hergerissen zwischen seinem Charme und Witz und seiner plötzlichen Unnahbarkeit, weiß Elara nicht, was sie von Noah halten soll – bis sie erfährt, dass seine Ex-Freundin nach einem schweren Autounfall im Koma liegt. Hat ihre Liebe gegen Noahs Schuldgefühle eine Chance?

Nachdem mir die ersten beiden Bände der Reihe so gut gefallen haben (New Beginnings, New Promises), habe ich mich sehr auf den dritten Band gefreut. Einige Erwartungen wurden erfüllt und ich hatte schöne Lesestunden, aber manches hat mich auch gestört oder gefehlt.

Witziger Schreibstil zum Genießen

Wie schon in den vorherigen Büchern hat mich der Schreibstil von Lilly Lucas zum Schmunzeln und Grinsen gebracht, was echt nicht so einfach ist, weil ich nicht schnell lache, normalerweise vieles nicht witzig finde. Aber sie trifft meinen Humor einfach wunderbar, was beim Lesen super viel Spaß gemacht hat. So wird ein Pfefferspray mit Deo vertauscht und es gibt wieder verbale Schlagabtausche.

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Probleme mit der Protagonistin und dem Plot

Ich bin im Laufe des Buches leider schwer bis gar nicht mit Elara warm geworden und wenn, dann nur in Momenten, nie komplett. Am Anfang gab es meiner Meinung nach eine unnötige Szene zwischen den Protagonisten, um die sexual Tension zu erhöhen, diese Szenen zu Beginn mochte ich aber in den vorherigen Bänden auch schon nicht, weil sie eher salopp sind und meistens einer von beiden zufällig (halb-)nackt. In diesem Fall war zwar keiner nackt, aber manche klischeehafte Szenen (sie fällt fast im Schnee hin, er hält sie fest und sie bemerkt seine starken Oberarme) braucht es für mich zu Beginn von Liebesromanen nicht wirklich. Auch das weitere Kennenlernen und spätere Auflösungen/Szenen waren für mich sehr konstruiert, was mir den Spaß am Lesen genommen hat. Mir fehlte die Natürlichkeit, der Realismus.

Von Elara war ich meistens entweder genervt (besonders bei einer bestimmten Szene mit einer Schlange) oder ich konnte sie nicht richtig greifen, mal war sie eher naiv, mal eher forsch und sie war eifersüchtig auf die im Koma liegende Ex-Freundin, was ich überhaupt nicht nachvollziehen konnte, obwohl das im Buch auch reflektiert wurde. Ich konnte einfach keinen Zugang zu ihr finden, mit ihr mitfiebern und mitfühlen.

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Schönes Setting zum Wohlfühlen

Wieder in Green Valley zu sein war wunderschön, weil das Setting aus den ersten beiden Bänden wieder aufgegriffen und erweitert wird. Gerade zu Beginn des Buches konnte ich mich nach Green Valley denken, Pumpkin Pie riechen und heiße Schokolade mit Marshmallows schmecken. Wie auch schon in den vorherigen Bänden mochte ich auch wieder die Aspekte einer Kleinstadt, die hier aufgegriffen wurden, ohne zu sehr zu idealisieren.

Interessantes Thema in den Weiten des Himmels

Noah war unglaublich süß! Ich habe wirklich mal „Süß!“ an den Rand einer Szene geschrieben, das waren dann die Szenen zum Dahinschmelzen, wegträumen, mitfiebern und das war meistens dank Noah und dem Thema Sterne. Das Thema generell wurde wunderbar in die Geschichte eingeflochten, immer wieder wird es aufgegriffen und verschiedene Aspekte beleuchtet, es gibt Szenen, Dialoge und Hintergründe von Noah und neue Orte, die sich um das Thema Sterne und Astronaut drehen.

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Fazit

Ich mochte Noah, seine Liebe zu den Sternen, Nebencharaktere wie Elaras Großmutter, Noahs Schwester Rebekka, den Automechaniker Hank und Green Valley sehr, ebenso wie Ellas beste Freundin Leilana aus Hawaii. Aber mit Elara als Protagonistin bin ich nicht warm geworden und mir war der Handlungsverlauf leider zu oft zu konstruiert und gewollt dramatisch, um das Buch wirklich genießen zu können. Es war definitiv der schwächste Band der Reihe und obwohl ich mit der weiblichen Protagonistin für Band 4 der Reihe noch nichts anfangen kann, bin ich gespannt darauf, Cole aus Band 2 wieder zu treffen.

 


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