[New Adult Lyx Verlag] Wie unterscheiden sich die Buchcover?

Als ich mir das Herbstprogramm 2020/2021 des Lyx Verlags in der Instagram Story angeschaut habe, hatte ich nur die Cover. Kein Zusatzmaterial oder Bild der Autor*in, Buchrücken oder Buch Rückseite. Nachdem ich mich also durch alle Stories geklickt habe, war mein Kopf relativ leer. Welche Bücher klingen interessant oder will ich mir näher anschauen? Keine Ahnung. Was mit Pastel? Lila? Ein englischer Titel. Rosa. Blau? Aus den pastellwolken in meinem Kopf konnte ich mich nicht mehr erinnern, nur zwei Autorinnen blieben mir im Gedächtnis, die ich allerdings schon lange vor den Vorschauen im Kopf hatte. „Die sehen doch alle gleich aus“ liegt nahe. Weil ich mich gerne intensiver mit Themen beschäftige und Isabella Benz hier die Idee dazu hatte, beschäftige ich mich jetzt mit den Unterschieden der Cover und wie wir sie auseinander halten könnten. Ins Boot geholt habe ich dafür meine Schwester und Coverdesignerin, Nadine Merschmann.

Der Beitrag geht sehr von uns persönlich aus, weil Cover Wahrnehmungen, Vorlieben und das Gedächtnis sehr subjektiv und individuell sind, wie sich in den letzten Tagen auch in Diskussionen online gezeigt hat. Manche Menschen können sich diese Art der Cover durch die reduzierte grafische Gestaltung tatsächlich besser merken als Cover mit vielen Motiven und Details.

Unsere visuelle Wahrnehmung

Dass ich die Bücher schlecht auseinander halten und mich erinnern kann, liegt an (zu) ähnlichen Farben, Strukturen und Mustern. Dadurch fehlen mir Motive und grafische Elemente, die mit dem Inhalt des Buches verknüpft sind. Die Wahrnehmung und das Gedächtnis meiner Schwester ist ebenfalls mit Motiven visuell verknüpft, deshalb haben wir das gleiche Problem. Wenn ich mir zum Beispiel „lila Pastell“ merke als Merkmal des Covers, dann kriege ich in der Buchhandlung beim neuen Programm vielleicht diese Auswahl:

Lila Lyx Cover

Wie wäre in diesem fiktiven Beispiel mein Auswahlverfahren, um mich an ein bestimmtes Buch wie Making Faces oder Rixton Falls zu erinnern? Das unterscheidet sich von den Voraussetzungen, denn Nadine und ich haben hier unterschiedliche Möglichkeiten, das Ganze einzugrenzen.

Yvonne: Ich würde mich daran erinnern, dass es von All Saints High einen ersten Teil gibt. Den Titel weiß ich nicht mehr, auch was mit All Saints High in pink. Dann würde Break Away wegfallen, weil das von Anabelle Stehl ist. An The Brooklyn Year könnte ich mich erinnern, weil ich die College Schrift sehr auffällig und individuell finde und die Autorin Sarina Bowen eine Reihe mit ähnlicher Schrift geschrieben hat. (War das The Ivy Years?) Brittany Cherry würde wegfallen, weil ich von der Autorin schon viel gehört habe, mir also der Name geläufig ist und dass hier das einzige Buch mit einem deutschen Titel ist. Übrig bleiben würden also Making Faces und Rixton Falls bleiben und dann würde es schwierig werden. Die beiden könnte ich dadurch auseinander halten, dass Rixton Falls oben und unten die viele Weißfläche hat und making Faces nicht. Aber das würde auch voraussetzen, dass ich auf die Bücher mehr aus nur einen flüchtigen Blick werfen konnte. Beim durchklicken oder durchscrollen würde ich weniger hängen bleiben, weil ich unbedingt wissen will, worum es in dem Buch geht. Um inhaltliche Anreize zu bekommen, wird der Blick auf den Klappentext nötig.

Nadine: Vorweg: Ich kenne bis auf Anabelle Stehl keine der Autorinnen. Für mich würde das Buch mit der Stille wegfallen, weil das ein deutscher Titel ist. Dann Anabelle, weil ich ihr auf Instagram folge und mich dadurch an das Cover erinnere. Dann würde ich mich an making Faces durch den großen lila Fleck unten rechts erinnern und bei Rixton Falls die weiße Fläche oben und unten. All Saints High und The Brooklyn Year haben beide sehr klare Cover und wenig drumherum an Texturen etc. Aber der Unterschied in der Gestaltung ist so groß, dass er auffällt, was auch viel durch die prägnante „Collegeschrift“ bei The Brooklyn Year bedingt ist.

„Die Männer“ Kategorie

Beim Überblick über das Programm (Oktober bis März) der Liebesromane haben Nadine und Ich ein paar Bücher behelfsmäßig die „Männer“ Kategorie genannt, die einfach aus Büchern mit Männern in schwarzen Anzügen auf dem Covern besteht. Für das Herbstprogramm sieht die Auswahl dann so aus:

Männer Lyx Cover

Wenn ich mir also „Mann in schwarzem Anzug“ für das Buchcover merke, könnten wir hier zwei Bücher durch das Design unterscheiden: Bei 100 Secrets nimmt die Zahl fast die Hälfte des Bildes ein und ist so groß, dass die Zahl für uns mehr in Erinnerung bleibt als der Mann und ja auch Titel und Cover miteinander verbindet.

Bei Park Avenue Player finden wir zum Einen den Titel sehr erinnerwürdig, weil die Wortwahl etwas von den Eselsbrücken von früher hat. Denn Park Avenue Player verweist auf das Setting in New York und gleichzeitig werden Setting und Genre verknüpft, sodass wir uns den Titel merken können, obwohl viele Liebesromane der Art die Worte Player, Passion, Prince oder Gentleman und Mr. im Titel haben. Ganz bezeichnend für den Roman ist die Zweiteilung im Cover mit kontrastreichen Farben wie hier schwarz und beige/Gold. Zum dritten können wir das Cover gut von anderen unterscheiden und uns merken, weil neben dem Mann noch ein weiteres Motiv dargestellt ist: New York City. Außerdem sind die beiden Motive (Der Mann und New York) mit dem Titel verknüpft und die Bildsprache und Text spielen in gegensätzlicher Anordnung das Motiv wieder. Denn Park Avenue steht auf der Fläche mit dem Männer Motiv und Player steht im Feld mit dem Setting Bildmotiv.

Bei London Prince und London Gentleman hätten wir beide längerfristig gesehen keine Chance, die Bücher auseinanderzuhalten oder sie uns generell wirklich gut zu merken. Gerade auch, weil es eben viele Liebesromane mit Männern in dunklen Anzügen und als Setting Großstädte wie New York oder London gibt. Ein kleiner Ausschnitt zeigt diese Collage:

Anzüge Männer liebesromane

Ist das individuelle Buch nicht so wichtig? Ich gucke auch nicht jeden Hallmark Film, nur weil es Hallmark ist, aber bei den Büchern hätte ich das Gefühl, dass die Auswahl beliebig ist. Was gefallen hat, wird auch beim nächsten Buch gefallen und die Autor*innen und Geschichten unterscheiden sich wenig.

Wir haben herausgefunden, dass Louise Bay eine Autorin ist, die noch mehr Bücher der Art geschrieben hat. Die Cover seht ihr hier und eine Übersicht vom Lyx Verlag gibt es hier.

Louisa Bay

Um Louise Bays Bücher von den anderen obigen zu unterscheiden, wäre für uns das goldene Symbol über ihrem Namen (meistens verschieden gestaltete Kronen) und die einheitliche Typografie, die viel vom Bildanteil einnimmt, entscheidend. Weil wir dieses Art von Liebesromanen aber selbst gar nicht lesen, hätten wir bei drei Louise Bay Büchern dann aber in der Buchhandlung allerdings das Problem, uns zu erinnern, welches Buch von ihr noch fehlt. Die Bücher können glaube ich unabhängig voneinander gelesen werden und sprechen mit der einheitlichen Gestaltung Fans der Autorin an, aber ich glaube für eine neue Zielgruppe ist es schwierig, ihre Bücher wirklich gut auseinanderzuhalten. Das hängt natürlich noch davon ab, wie viele Bücher man pro Jahr liest, wie viele neue und alte Bücher man täglich sieht und aufnimmt und generell mit Büchern zu tun hat. Jemand, der nur diese Art von Liebesromanen liest und kaum online unterwegs hat, wird vermutlich keine Probleme haben, die Titel zu unterscheiden.

Eine Skyline als Motiv

Die nächste Kategorie zur Unterscheidung der Cover ist die zugegeben recht kleine Skyline als Motiv Reihe. Hier werden im Gegensatz zu allen anderen Cover das Setting als Bildmotiv eingefügt, einmal am Bildrand unten, einmal im Schriftzug.

Skyline Motiv Lyx Cover

Working Late unterscheidet sich für uns von den anderen Covern auch noch durch das Rautenmuster, dass sich durch die überwiegend obere Hälfte des Covers zieht. Den Bokeh Effekt gibt es ja auch bei Dare to Trust und anderen Büchern des Programms, aber das Rautenmuster gibt es nur bei Working Late. Außerdem ist die Farbwahl recht dunkel, was später bei einer anderen Reihe noch thematisiert wird.

Auf den ersten Blick grafische Unterscheidungsmerkmale

Manche der neuen Bücher kann ich durch ihre Zusammengehörigkeit unterscheiden, wie die Collage zeigt, in der zwei Neuerscheinungen der gleichen Reihe nebeneinander stehen. Die Bücher Golden Throne und Diamond Empire haben das gleiche Cover Konzept und als einzige Bücher die Motive Krone und Treppe unten auf dem Cover.

Die Game on Reihe (übrigens eine Neuauflage von 2017) benutzt zwar eine ähnliche Schriftart wie die The Brooklyn Years Reihe, allerdings finde ich hier das Tuch als Hintergrund individuell. Es sieht wirklich nicht aus wie eine Textur, sondern eher realistisch vom Design her. Über den Inhalt verrät mir das nichts, aber in meinem Kopf kann ich „das Cover mit den lila und grün-blauen Tüchern“ von den ähnlich farbenen Texturen oder Designs unterscheiden. Der kurze, einprägsame Titel hilft dabei.

Lyx Cover 3

Dunkle Farben als Alleinstellungsmerkmal

Während ich mich durch das Programm geklickt habe, ist zwar der Titel der Reihe nicht bei mir hängen geblieben, aber die Cover sind mir aufgefallen, wie die nächste Collage zeigt:

Lyx Cover Collage

(Die Reihenfolge stimmt nicht immer mit den Reihenfolge der Titel überein, weil nummeriert sortiert wurde). Die Reihe von Meghan March unterscheidet sich von vielen anderen Covern des Programms dadurch, dass die Farben nicht hell und pastellig, sondern dunkel sind und die Muster nicht dezent, sondern eher plakativ und großflächig. Nochmal einzeln in groß bzw. zusammen in der richtigen Reihenfolge:

Legends reihe meghan march

Ich dachte zunächst, dass das goldene Muster mit jedem Band mehr wird, aber zusammengesetzt in der richtigen Reihenfolge ergibt das Muster Sinn, weil es wie eine Wandtapete aussieht. Für mich spielt das jedoch visuell gar keine Rolle, weil ich meine Bücher im Regal nie nebeneinander hinstelle. Ich habe genau ein Harry Potter  Buch mit dem Cover nach vorne, ansonsten zählt für mich immer der Buchrücken. (Und der würde mich bei all den Büchern auch viel mehr interessieren. Außerdem fände ich es mal hilfreich, wenn Verlage die Reihenfolge der Bände bei Reihen auf dem Buch außen schreiben würden. Eine Zahl auf dem Buchrücken reicht ja schon. So muss ich erst mal googlen, was denn jetzt welcher Band ist.) Aber zurück zu den Covern: Es gibt Muster, es gibt Gold, es gibt eine Schriftkombination aus klar und verschnörkelt, eben alles, was (Lyx) New Adult Cover aus macht. Aber die Farbe ist dunkelblau und wie auf der Collage oben zu erkennen ist, sind die meisten anderen Bücher eher in helleren Tönen gestaltet.

Persönliche und Grafische Alleinstellungsmerkmale

Nachdem ich mir die ganzen neuen Bücher für den Herbst angeschaut habe, sind mir wie gesagt sofort zwei Bücher bzw. Reihen im Gedächtnis geblieben. Einerseits liegt das natürlich an meiner persönlichen Verknüpfung, weil ich beiden Autorinnen seit einiger Zeit auf Instagram folge, andererseits finde ich, stechen beide mit einem grafischen Detail hervor, dass sie von den anderen Reihen unterscheidet. Denn manchmal braucht es wirklich nicht mehr als ein Detail und das muss nicht die Schriftart sein.

Anabelle Stehl Buch cover

Hier haben wir wieder Bokeh Effekte, eine Schriftmischung aus klarer und verschnörkelter Schrift, englische Titel, sanfte Farben, Marmormuster. Halt. Stopp! Nein. Ich habe auch zuerst angenommen, dass es sich um eine Struktur handelt. Die weißen Linien haben aber einen Sinn! Einen inhaltlichen Bezug zum Buch! Ich bin immer noch baff und absolut begeistert von der Idee, eben nicht plakativ eine Skyline oder ein Bildmotiv aufs Cover zu packen, obwohl ich vielleicht auch ohne Hilfe nicht drauf gekommen wäre, wenn ich das Buch vor der Nase gehabt hätte. Denn die weißen Linien auf den Covern zeigen das Setting des Buches, dass im Gegensatz zu vielen anderen New Adult Büchern in Deutschland spielt, nämlich Berlin. Ich finde das eine absolut geniale Idee, das Setting der Bücher subtil und im Verlagsdesign integriert unterzubringen. Damit bekommen die Bücher ein Alleinstellungsmerkmal, denn selbst wer die Autorin oder Bücher nicht kennt, kann sich merken: Die Bücher mit dem Plan von Berlin auf dem Cover.

What if Reihe lyx sarah sprinz

Wie schon zuvor erwähnt, habe ich nichts von der zusammenhängenden Gestaltung, weil ich meine Bücher mit dem Buchrücken ins regal stelle. Hier kann ich die Bücher aber nicht nur aufgrund der Autorin und der Schriftfarbe von allen anderen gut unterscheiden (diesen Altrosa Ton gibt es etwas noch in Fade Away, ansonsten ist er in diesem Herbstprogramm aber einmalig, auch wenn der Ton für jeden Band einzeln abgestimmt und leicht verändert ist. What if we trust geht ja eher in Richtung Flieder, während der altrosa ton in what if we drown eher grünstichig und kühler ist als bei What if we stay), sondern auch aufgrund der Typografie: Die Buchstaben i und f für das Wort if in der Mitte sind so lang gezogen, dass die geschwungene Schrift das gesamte Cover von einem Rand bis zum nächsten einnimmt. Ich bin hier ja sehr gespannt auf die Buchrücken.

Die nicht kategorisierbaren Cover

Im Herbstprogramm des Lyx Verlags finden sich viele Fortsetzungen oder Anfänge von Reihen. Generell ist für das New Adult Genre eine Trilogie oder eine Reihenform (wie bei Louisa Bay) am bekanntesten geworden und Einzelbände eher seltener. Zumindest ist das mein Eindruck. Auch bei anderen Verlagen (Knaur, Kiss, cbj, Heyne) werden viele neue New Adult Bücher im Herbst/2021 als Trilogie angekündigt. Da ich Reihen liebe, habe ich da nichts zu bemängeln, aber das hebt die Einzelbände natürlich hervor. Oder sie gehen in der Masse der einheitlich gestalteten Reihen unter, weil es weniger zu merken und keine zusammenhängenden nachfolgenden Bände gibt, aber das ist ein anderes Thema.

Ich konnte manchmal nicht herausfinden, ob es sich wirklich bei Between your words (Den Titel finde ich im Gegensatz zu den meisten anderen englischen Titeln übrigens sehr sperrig) um einen in sich abgeschlossenen Einzelband handelt oder die Fortsetzungen noch nicht übersetzt wurden. Aber da ich noch nichts von Emma Scott gelesen habe, kenne ich mich bei ihr auch nicht so gut aus. Das Buch Sweet Little Lies von Kylie Scott ist ein Einzelband und das Buch The Story of a Love Song fällt deshalb so aus dem Rahmen, weil es zum Subgenre Rockstar Romance gehört, bei denen es üblich ist, einen Musiker auf dem Cover zu haben.

Lyx cover new adult einzeln

  • Between your Words finde ich übrigens nicht schön. Weder die Schriftart noch das Muster, dass ich eher etwas undefinierbar finde, noch die Farbwahl. Aber es sticht vom Konzept her aus den anderen Büchern hervor, weil das Muster trotz Bokeh Effekt eher hart und kalt wirkt. Bei vielen Büchern weiß ich auch nach Lesen des Klappentextes nicht, worum es geht (z.B. bei Meghan March. Da habe ich nach allen drei Klappentexten keine Ahnung von der Handlung oder den Charakteren) und auch hier klingelt nichts oder weckt mein Interesse.
  • Anders sieht es bei sweet Little lies aus. (Nicht zu verwechseln mit dem Buch Big Little lies) Da weckt der Klappentext zwar auch nicht mein Interesse (Die Protagonistin findet ihren Freund zu nett und deshalb langweilig und dann stellt sich heraus, dass er ein Geheimagent ist), aber der Inhalt passt zum Titel. Das Cover sticht deshalb für mich hervor, weil es ähnlich wie die Bücher von Meghan March eine dunkle Grundfarbe hat, wieder ein dunkles Blau. Weil ich die Farbkombination aus dunkelblau und rose auch wunderschön finde, merke ich mir das Cover nochmal eher und im Gegensatz zu einigen anderen Covern des Herbstprogramms gibt es hier wieder Bildmotive. Wenn auch nur in Form von Blumen, wo ich noch nicht weiß, ob die nur dekorativ oder auch inhaltlich relevant sind.
  • Das Buch „Forever in Love. Dir so nahe“ von Cora Carmack hatte ich zunächst auch in dieser Kategorie, weil es im Vergleich zu den anderen Bücher sehr anders gestaltet ist und irgendwie „älter“ wirkt, weil es mit einem breiten farbigen Streifen und einem Pärchen auf dem Cover nicht ganz zu den aktuell trendigen Pastell glitzer Struktur Covern im New Adult Genre passt. Mit etwas Recherche wurde mir mein Fehler bewusst: Das ist ein Teil einer Reihe, bei dem Band 1 bereits 2015 (!) erschienen ist. Es ist wie gesagt durch das Design sehr leicht von den anderen Büchern des Programms zu unterscheiden. Obwohl bei Liebesromanen ähnlich wie die Männer mit den schwarzen Anzügen auch sich (fast) küssende Pärchen absolut Trend waren, hätte ich durch das Design keine Probleme, ihre Reihe sowohl in sich selbst, als auch allgemein von anderen Büchern zu unterscheiden. Den farbigen Balken und die klare Typografie finde ich nämlich sehr prägnant und außerdem ihren Namen leicht zu merken. Aber ich zeige der Vollständigkeit halber alle Bücher der Reihe:

Cora Carmack Lyx Cover

Gleiche Autorin – Ähnliches Design

Nun kommen wir zu einem Unterscheidungsmerkmal, dass eher für die Zielgruppe relevant sein dürfte. Generell hat ja jedes Genre so seine eigenen Designs und Motive, die sich wiederholen und ich finde es immer schön, wenn auch genreneue Leser auf die Bücher stoßen. Dann ergibt sich aber wirklich das Problem, dass die einzelnen Bücher zu einer großen Pastellwolke im Kopf vermischt werden und die individuelle Erinnerung schwierig wird. Nadine liest zum Beispiel im Gegensatz zu mir gar nicht gerne New Adult oder Liebesromane generell, ihr fallen ähnliche Designs bei der gleichen Autorin also nicht auf, weil sie nicht zur Zielgruppe gehört. Das macht es Menschen wie ihr dann umso schwerer, die Bücher zu unterscheiden.

Morgane Reihe lyx verlag cover

Die Never Reihe von 2019/2020 hat nichts mit den neuen Büchern Bad at Love (September 2020) und Back to you (März 2021) von Morgane Moncomble zu tun, aber ich finde, dass die Cover ähnlich aussehen. (Bad at Love sprängt etwas das Bild), denn die Farben sind in drei von vier Fällen bläulich, die Schriftart sowohl der Titel als auch des Autorennamens ist immer gleich, die Schriftdicke und Größe im Verhältnis zum Rest des Covers ist gleich, der Hintergrund besteht nur aus Farben und Texturen, sie sind nicht dunkel. Mir ins Auge gesprungen sind allerdings die kleinen goldenen Sprenkel oder Punkte, die alle vier Cover grafisch miteinander verbindet. So merke ich mir: Das neue Buch von Morgane Moncomble.

Einheitliche Reihengestaltung

Manche der Bücher, die jetzt im Herbst im Verlag erscheinen, sind Fortsetzungen von zuvor bereits erschienenen Büchern. Diese haben entweder einen Wiedererkennungswert und unterscheiden sich grafisch von den anderen oder die Zielgruppe kennt natürlich schon die vorherigen Bücher und kann die Cover deshalb leicht auseinanderhalten.

  • Beim Cover von Forever Mine ist mir sofort aufgefallen, dass es sich um einen Band der Trilogie mit der San Teresa Universität handelt, für Nadine war das Motiv der Palmen sehr prägnant. Das Muster der Palmen an den Seiten passt nämlich nicht nur zum Setting des Buches in Kalifornien, sondern hebt sich grafisch auch von den anderen Büchern ab, weil kein anderes Cover diese Palmen hat.

forever kara atkins lyx verlag

  • Bei der All Saints High Trilogie finde ich es zum Erinnern und Unterscheiden eher problematisch, dass die Cover gleich designt sind und sich nur die Farben ändern, doch im Vergleich zu den meisten anderen Reihen (wie bei Anabelle Stehl, Kara Atkins und Sarah Sprinz) ändert sich auch im Haupttitel nichts und der ist auch noch so plakativ. Da muss man wirklich ein gutes Farbengedächtnis haben, um Monate später nicht in der Buchhandlung zu stehen und zu überlegen, ob das blaue oder das lila schon im Regal steht. Vorausgesetzt man kauft nicht alle Bücher direkt am Erscheinungstag, dann fällt das Problem natürlich weg.
  • Nadine meint außerdem: Ich hätte bei den All Saints High gar nicht gedacht, dass es sich um Reihe handelt, weil der Untertitel schwer erkennbar ist. Der Reihentitel nimmt für mich viel zu viel Raum ein, im Vergleich zum Untertitel, es gibt also nur diese Farbunterschiede, um die jeweils anderen Bände voneinander unterscheiden zu können.

All Saints High Cover

  • When we Hope ist der finale Band der Reihe von Anna Pätzold, die von Kpop inspiriert ist, ebenso wie das Cover, dass farblich an ein Albumcover angelehnt ist. Allerdings kann selbst jemand, der weder Diskussionen auf Social Media mitbekommen hat, noch die Band kennt, noch die vorherigen Bände kennt, dieses Buch von den anderen Neuerscheinungen unterscheiden. Denn die Farben sind zwar hell, aber wesentlich stärker und kräftiger als bei anderen Covern und es gibt keine weiße Fläche, Bokeh, Glitzer, Mamorstruktur, Motive oder Muster. Ähnlich wie bei der forever Reihe von Kara Atkins wird das ganze Cover vom Farbverlauf eingenommen und verzichtet dabei auf anderen Schnickschnack. Das macht es sehr einfach, gibt aber auch Wiedererkennungswert.
  • Nadine meint außerdem: Bei dem Cover stört es mich jetzt in dieser gemeinsamen Ansicht, dass der fließende weiße Strich nur bei Band eins oben ist, bei Band 2 wird er nur oben links in der Ecke ein wenig angedeutet und bei Band 3 fehlt er ganz. Mag sein, dass es als Erkennungsmerkmal oder Verweis auf den Unterschied gilt, daran glaube ich aber nicht. Dafür wird bei den New Adult Covern viel zu viel Wert auf reine Ästhetik gelegt. Durch die fehlende obere weiße Linie kann sich jemand wie Nadine, der Details mag, zwar merken, dass das Cover zum dritten Band gehört. Ich denke aber, innerhalb des Programms sind die Cover einzigartig genug, um herauszustechen und untereinander werden die meisten die Bücher anhand der Titel unterscheiden. Außerdem gibt es sicherlich einige, die auch Reihen direkt nach dem ET kaufen und dann gibt es kein Problem, Bücher innerhalb einer Reihe nicht unterscheiden zu können.

Kpop Bücher lyx verlag

Das  Prinzip wird denke ich klar, denn auch die restlichen Bücher des Programms, wie Bücher von Ava Reed, Bianca Iosivoni und Laura Kneidl, Sarina Bowen und Brittany C. Cherry gehören zu einer Reihe, die in sich einheitlich gestaltet ist und sich trotzdem farblich dem Gesamtprogramm des Verlags anpassen. Um diese Bücher vom Rest der Neuerscheinungen unterscheiden zu können, müssen bestenfalls die vorherigen (oder folgenden) Bände der Autorinnen bekannt sein. Allerdings gibt es auch andere Unterscheidungsmöglichkeiten:

Lyx Verlag Reihen Cover 1

  • Bei The Brooklyn Years ist wie schon zuvor erwähnt die „Collegeschrift“ sehr prägnant und passt auch zu vorherigen Reihen der Autorin. Die Struktur im Hintergrund ist übrigens eine Eisfläche, um auf das Thema Eishockey anzuspielen, aber das geht durch die ähnliche Gestaltung des restlichen Verlagsprogramms absolut unter. Ich habe hier auch erst beim zweiten Blick eine Eisfläche erkannt, weil ich dachte, das wäre eine Mamorstruktur. Nachdem ich das weiß, kann ich mir die Cover allerdings noch besser merken und verknüpfe das Cover, die Schrift und die Autorin gedanklich zu „Das Buch mit dem Eis, das ist der Eishockey Liebesroman von der Autorin, die auch die andere Years Reihe auf meiner Leseliste geschrieben hat.“ Mich an Bücher zu erinnern gleicht manchmal einem assoziativen Puzzlespiel.
  • Außerdem meint Nadine zu The Brooklyn Years: Ich finde es sehr schade, dass der Hinweis mit dem Eis nicht auf den ersten Blick sofort ersichtlich ist. Das ist doch mal individuell! Oder sind wir einfach nur zu festgefahren in unseren Vorurteilen? Schließlich wurde die Karte bei Anabelle Stehl auch vorschnell als „ah, die Marmortextur“ abgetan. Vielleicht urteilt man manchmal vorschnell, nichtsdestotrotz verstecken sich für mich die meisten New Adult Cover hinter ihrem Marketing und einem ähnlichen Konzept. Der Lyx Verlag kann sich ja nichts Besseres vorstellen, als das man beim Cover nicht nur sofort weiß, dass es ein New Adult Roman ist, sondern das man genauso gut auch sofort weiß, welcher Verlag das ist.
  • Die Trilogie von Ava Reed Truly, Madly, Deeply sticht durch ihre ungewöhnliche Typografie hervor, allerdings liegt bei mir persönlich die Unterscheidung zu anderen Bücher eher im Bekanntheitsgrad der Autorin und in der Anlehung an den Song Truly, Madly, deeply, weil ich die Buchstaben ohne es zu wissen schlecht entziffern könnte.
  • Die Someone Reihe von Laura Kneidl unterscheidet sich vom Rest wieder in der Typografie. Nebel, Wolken, Pastel, Rahmen gibt es ja fast immer. Besonders ist hier allerdings bei der Schriftmischung, dass sie schnörkelige Schrift in schwarz und die Blockbuchstaben in weiß gedruckt sind.
  • Bei den Büchern von Brittany C. Cherry hilft mir nichts, ihre Bücher von anderen des Genres zu unterscheiden. Es hilft auch nicht, dass ich beim Erstellen dieser Collagen so oft doppelt nachgucken musste, welche Farbe denn nun welcher Band  ist und ob lila am Anfang oder am Ende ist. Wie auch schon beim fiktiven Beispiel zu Beginn liegt das Unterscheidungsmerkmal bei dieser Reihe abgesehen vom Bekanntheitsgrad der Autorin in der deutschen Sprache der Titel.

Zuletzt gehören zum Herbstprogramm noch eine weitere Reihe von Brittany C. Cherry (den Farbstrudel könnte ich weder benennen, noch mir merken, hier wird also wieder auf die deutschen Titel gesetzt, wobei „irgendwas mit Sturm“ in der Buchhandlung wohl auch nicht helfen wird … Siehe Beispiel davor.) Ich denke allerdings, dass die Autorin in dem Genre so bekannt ist, dass die Titel/Cover eher nebensächlich sind, ähnlich wie ein Sebastian Fitzek im Thriller Bereich. Da wird das neue Buch von Autor xy gekauft, nicht das Buch „Durch die kälteste Nacht“.

Kpop Bücher lyx verlag 2

Von der neuen Fantasy/New Adult Reihe von Bianca Iosivoni und Laura Kneidl erscheint im Herbst der erste Band. Zum einen finde ich es schön, wie die Reihe im Verlauf der Bände die Farben wechselt, wobei die Farbverläufe nicht ganz sauber sind, Band 1/2 und 5/6 sehen sich ähnlicher als 3/4. Auch finde ich es schade, dass von den Covern her kaum Rückschlüsse auf das Fantasy Genre möglich sind. Durch den Titel vielleicht, aber nur New Adult hätte mich auch nicht gewundert. Die Unterscheidung zu den anderen Covern des Genres liegt hier natürlich in der Reihengestaltung, die im Verlauf der Jahre einprägsam sein wird, aber der einzelne Band wird durch die Schriftart und den Titel besonders. Die Wörter im Titel (Im Gegensatz zu vielen anderen englischen Titeln) kommen nämlich noch in keinem anderen der Bücher vor und die verspielte Schriftart ist nicht nur wunderschön, sondern auch einzigartig. Die meisten verschnörkelten Titel haben eher einen Schreibschrift oder Lettering Charakter, wobei die Schrift bei diesen Bücher wesentlich fantasievoller daherkommt und dadurch für mich auch einprägsamer wird.

Fazit

Ja, die Cover sind ähnlich und einheitlich für den Verlag. Neuerscheinungen von anderen Verlagen im New Adult Bereich zeigen, dass es auch ohne Pastell geht. Ob das dann schön ist, liegt im Auge des Betrachters. Allerdings hat die genauere Beschäftigung mit den Covern zwar meinen ersten Eindruck (Die sehen doch alle gleich aus) widerlegt, denn es gibt durchaus Unterschiede, wenn sie manchmal auch nur auf den zweiten Blick oder innerhalb der Zielgruppe bestimmter Autorinnen zu erkennen sind. Allerdings ist die Farbwahl nicht sehr variantenreich, was dazu führt, dass Bücher mit dunkleren Farben zu Ausreißern werden und gerade bei Trilogien ergeben die Cover manchmal ein Bild. Als ob man ein Wallpaper in drei Teile geschnitten hätte.

Das macht auf mich einen eher beliebigen Eindruck, die Cover haben selten etwas mit dem Inhalt zu tun oder verraten etwas und da ich auch nach vielen Klappentexten keine Ahnung vom Buch hatte, verstärkt sich der Eindruck, dass der optische Wert über dem inhaltlichen Wert steht. Bücher können gesammelt werden, damit die Cover zusammenpassen und ein Bild ergeben und man könnte auch jetzt schon fünf Cover für später auf Vorrat machen. Der Verlag spricht seine Zielgruppe an, was gut ist, aber ich finde es gleichzeitig schade, dass ein Regal mit vielen New Adult Lyx Covern aussieht, als würden alle Cover zu einer Reihe gehören. Nachfrage und Angebot bedingen sich und die meisten Cover finde ich ja selbst schön, aber gleichzeitig würde ich mir in Zukunft zum einen Cover wünschen, die etwas über den jeweiligen Inhalt verraten und zum anderen wünsche ich mir Mut zu mehr Individualität und Variation, nicht nur in der Farbwahl, sondern auch in der Wahl der Muster, Strukturen und Motiven.

Letztendlich erinnere ich mich an Büchern immer als Puzzle aus Titel, Autor*in, Schrift und Cover. Und da ich viele Bücher aus vielen verschiedenen Genres lese, speichert mein Gedächtnis einiges an Titel, Covern und Autor*innen ab. Je nachdem schaffe ich es mal mehr, mal weniger, Bücher auseinander zu halten oder mir zu merken und wenn sich (zu) viele der Komponenten ähneln, wird das schwierig.

Fazit von Nadine: Mich stört es, dass die New Adult Cover vom Lyx Verlag in den meisten Fällen nichts über den Inhalt verraten. Das macht es für mich schwerer, die einzelnen Cover voneinander abzugrenzen. Gerade dann, wenn ich mal nicht super auf dem Laufenden bin über Reihen, vorherige Bücher der Autor*innen und Hinweise, die eher erst auf dem zweiten Blick zu erkennen sind, wie die Eisfläche bei The Brooklyn Years. Motivisch ausgereizte Cover sind Geschmacksache und nicht jeder mag etwa die ausgefüllten Cover vom Drachenmondverlag, aber gib mir wenigstens etwas! Warum sollte ich genau dieses Buch lesen, wo es genauso aussieht, fast genauso heißt, an dem gleichen Ort spielt und ähnliche Charaktere und Plot aufweist? Was macht dann das eine Buch interessanter, als das andere? Man könnte darauf verweisen, dass etwa die von mir gern gelesenen Gutshausromane auch alle gleich aussehen, ihre Motive und der Aufbau der Cover zeigt sich auf allen ähnlich. Aber die meisten haben ihr Alleinstellungsmerkmal, die Besonderheit, die Individualität vom Buch auf dem Cover oder im Titel drin.

Genau die angesprochenen Gutshausromane/Familienromane werde ich bei den Neuerscheinungen 2020 auch unter die Lupe nehmen. Wie der Titel des Beitrags schon erraten lässt, möchte ich gerne zukünftig verschieden Genres und ihre Cover beleuchten: Fantasy, Jugendbuch, Thriller, Gutshaus-/Familienromane. Welche Bücher erscheinen im Herbst 2020/2021, wie ähneln sich die Cover, gibt es Trends und wie kann ich die Cover der jeweiligen Genres voneinander unterscheiden? Ich bin mir sicher, dass ich bei vielen anderen Genres auch auf den ersten Blick denken werde „Die sehen doch alle gleich aus“ und freue mich, auf den zweiten Blick herauszufinden, wie ich sie persönlich unterscheide oder unterscheiden kann. Ein paar Verlage haben ihre Programme schon online gestellt. Ich stöbere da in den nächsten Tagen und Wochen durch und bin sehr gespannt!

Wie unterscheidet ihr die New Adult Cover, in diesem Beispiel des Lyx Verlags, voneinander?

 

 


20 Gedanken zu “[New Adult Lyx Verlag] Wie unterscheiden sich die Buchcover?

  1. Hey Yvonne,

    Wow, was für ein toller Beitrag! Ich selbst habe mich erst kürzlich mit Covertrends auseinander gesetzt, inspiriert von einem Post von dir, aber hier sieht man echt noch alles viel genauer.
    Ich selbst merke mir anhand von Covern bei Lyx nur noch selten was. Ich habe ja „The Ivy Years“ geliebt, daher weiß ich, dass „The Brooklyn Years“ auch bei mir einzieht, die erkenne ich auch an der Ähnlichkeit zur anderen Reihe. Gerade musste ich wieder hochscrollen um zu schauen, welche Bücher in dem Beitrag waren, weil ich alle schon wieder vergessen habe. Ansonsten merk ich mich Bücher, die ich schon gelesen habe. Also z.B. lese ich gerade „When we dream“, dann schaue ich, ob es eine Fortsetzung gibt und dabei merk ich mir das Cover.

    Liebe Grüße,
    Jessi

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    1. Liebe Jessi
      vielen lieben Dank für deinen Kommentar und das Lob! 🙂 Tut mir leid, dass ich erst jetzt zum Antworten komme.
      Das freut mich wirklich riesig, dass ich dich inspirieren konnte.
      Das war mir auch wichtig, mich genauer mit dem Programm zu beschäftigen.
      The Ivy Years habe ich noch nicht gelesen, aber auf meiner Leseliste und auf The Brooklyn Years bin ich auch sehr gespannt! 🙂
      Das hat natürlich den Vorteil, wenn man sehr viel aus einem Genre oder einem Verlag liest, weil man sich dann eher an die Geschichte bzw. die Fortsetzung als an die Cover erinnert/merkt, denke ich.
      Ich hoffe, dir hat When we Dream gefallen.
      Viele liebe Grüße und einen schönen Abend noch
      Yvonne 🙂

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      1. When we dreams hat mir super gefallen, es war echt schön! Ich muss gestehen obwohl ich die Neuerscheinungen jetzt schon so ofr gesehen habe, habe ich bei den meisten schon wieder den Titel vergessen, außer eben bei denen, wo ich schon Bücher des Autors kenne 🙈

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  2. Juhu,

    was für ein toller Beitrag.

    Mir fiel auch schon auf, das viele Cover teilweise keinen Bezug mehr zum Buch hatten oder sich gar so ähnlich sahen, da sich dachte die Bücher wären von ein und dem selben Autor.

    Wer auf die Idee kam, das Bücher nebeneinander gelegt ein Muster ergeben, aber nicht wenn sie im regal stehen, ist mir echt ein Rätsel. Bei mir stehen alle Bücher mit dem Rücken nach vorne, da ich ja sonst platzmäßig ganz schön in die Bredouille kommen würde.

    Mich sprechen daher viele Bücher erst garnicht an. Ich mag keinen Einheitsbrei und freue mich eher darüber wenn ich sehe das Buch und Cover zusammenpassen. Aber auch hier heißt es bestimmt den Trends folgen.

    Viele liebe Grüße, Anja

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    1. Liebe Anja
      vielen Dank für deinen Kommentar und das Lob! 🙂
      Das Problem habe ich, wenn sich Bücher von einer Autorin sehr ähnlich sehen, weil ich dann das Bedürfnis habe, nachzugucken, ob es zu einer Reihe gehört oder eine neue Reihe ist oder ein Einzelband. Da fände ich es aber auch schön, wenn das öfters auf Büchern steht. Bei vielen steht das ja schon hinten beim Klappentext, aber wenn es das bei allen Büchern gäbe, fände ich das super.
      Das verstehe ich auch nicht. Platzmäßig passen dann ja wirklich wenige Bücher in ein Regal und ich habe das auch noch nie im echten Leben gesehen, höchstens auf Instagram. Außerdem werden die Bücher dann für mich erst recht zum Dekorationsgegenstand. Es gibt ja auch so Wandposter, bei denen ein Bild in drei teile geteilt und dann nebeneinander aufgehängt werden.
      Ich mag es, wenn das Cover mit dem Inhalt verknüpft ist. Das ist für mich dann auch so eine Eselsbrücke, um mir das Buch zu merken. Wie die Berlin Karte bei Anabelle Stehls Trilogie. Schöne Cover sind toll, aber spezifische schöne Cover finde ich noch besser.
      Viele liebe Grüße
      Yvonne 🙂

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  3. Spannender Artikel!

    New Adult gehört nicht gerade zu meinen gelesenen Genres, aber neulich habe ich mir mal zwei Romane zu Gemüte geführt um meinen Horizont zu erweitern, und rein von den Covern her, ohne den Klappentext zu kennen, wäre ich nie auf die Idee gekommen, die Bücher zu lesen, da ich nur Pastellfarben und einen generischen englischen Titel gesehen habe, die null verraten, worum es in dem Buch eigentlich geht (Titel-Fails, insbesondere bei Übersetzungen, gäben sicher auch einen interessanten Beitrag ab).
    Die Hauptprotagonistin von Buch 1 ist viel in Nerdkreisen unterwegs und träumt von einer Karriere als Comiczeichnerin. Daraus hätte sich für ein wirklich individuelles Cover meiner Meinung nach so viel machen lassen, genau wie bei Buch 2, das im Gaming-Milieu spielt.
    Meine Vermutung ist, dass es vor allem bei den Lyx-New Adult-Covern auch viel um ‚Instagrammability‘ geht, da die Zielgruppe recht instagram-affin ist und das Buch dort auch gut in den allgemeinen Weiß-mit-Pastell-Look, den viele Influencerinnen bevorzugen, passen soll, um möglichst oft fotografiert und gepostet zu werden.

    Grüße,
    Horatia

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    1. Hallo Horatia,
      Dankeschön! Das freut mich echt. 🙂
      War das zweite Buch zufällig Feeling close to you von Bianca Iosivoni? Aber ja, da kann ich dir nur zustimmen. Die Cover sind manchmal sehr schön, aber ich finde es besser, wenn es einen Bezug zum Inhalt gibt und das muss gar nicht mal viel sein. Ein kleiner Controller in der Ecke oder eine Schrift, die gezeichnet wird, irgendwas, damit es etwas mehr individuell ist und das Cover mit dem Inhalt verknüpft. Das würde vielleicht auch mehr Leute ansprechen. Bei Feeling close to you habe ich zum Beispiel sehr viele Nachrichten gegeben, weil manche nicht wussten, dass da Gaming Thema war. Aber mit der Info fanden sie das Buch gleich viel interessanter. Wer nur das Cover auf einem Tisch sieht, weiß das ja nicht. Komisch, sich vorzustellen, wie viele tolle Bücher vielleicht von Leuten verpasst wurden, weil sie das Buch aufgrund ihrer Covervorlieben oder Interessen nie in die Hand genommen haben.
      Ich bin selbst auf Instagram täglich aktiv und ich sehe auf alle Fälle die LYx New Adult Romane (auch generell Liebesromane) mehr als Fantasy oder bspw. Thriller. Das Programm des Verlags passt relativ gut zusammen, also man könnte auch ein ganzes Regal nur mit Lyx Büchern füllen und es sieht schön aus. Bei anderen Verlagen, die mehrere unterschiedliche Genres veröffentlichen, sieht das anders aus. An die für Influencer so beliebte weiße Feed Gestaltung habe ich noch nicht gedacht, aber das ist jedenfalls ein interessanter Aspekt! Dunkle Feeds/Regale sind jedenfalls eher selten, vor allem unter bekannten Influencern. Instagram selbst ist ja auch sehr visuell geprägt und ästhetisch ansprechend, wie die meisten Cover aus dem Programm. Mir gefallen die jetzigen Neuerscheinungen mit vielen Wolken aber besser als die mit den goldenen Rahmen und Mustern, die es vor 2 Jahren noch mehr gab.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Yvonne 🙂

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  4. Als Antwort auf deine Frage am Ende: Gar nicht. Obwohl ich jedes einzelne Cover sehr schön finde, lese ich kaum mehr NA seit alle Cover sich so ähnlich sehen, weil ich mich so schlecht für ein Buch entscheiden kann. Inhaltlich finde ich NA ohnehin schon immer sehr ähnlich, jetzt auch noch die Cover. Das treibt mich ganz arg zu anderen Genres. Schade eigentlich.

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    1. Liebe Lisa,
      das finde ich tatsächlich einen sehr spannenden Gedanken, an den ich noch gar nicht so gedacht habe, aber das ist sehr verständlich. Wer die Wahl hat, hat die Qual. So geht es mir manchmal bei Winter Romance Romanen. Da sehen die Cover alle so ähnlich aus und die Inhalte auch und gefühlt könnte ich alle kaufen und irgendwie auch nicht und weil sie sich so ähnlich sind, fällt die Entscheidung umso schwerer und dann kaufe ich doch keins. Habe ich dieses Jahr aber wirklich vor. Bei New Adult hilft mir immer die Leseprobe, da weiß ich meist schon, ob das ein Buch für mich ist. Aber im Buchhandel ist Anlesen ja eher schwierig, je nachdem.
      Vielen lieben Dank für deinen Kommentar! 🙂
      Liebe Grüße
      Yvonne

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  5. Wow, da habt ihr euch wirklich das Thema genommen und seziert, was mir unheimlich gut gefällt – auch wenn die Cover und ihr Genre mich so absolut nicht ansprechen. Da sieht unser kommende Beitrag mega lahm gegen aus XD Verlinkt habe ich euch bereits, da es thematisch hervorragend zusammen passt ❤

    Inhaltlich und optisch kann ich nicht viel sagen, da es nicht meinen Geschmack trifft, dies ist jedoch Verlags- und Genreunabhängig zu betrachten. Wie viele Häuser waren – letztes oder vorletztes Jahr – DAS Cover schlechthin und für mich als Leserin dann null Überblick! Welches Buch zu welchem/welcher Autor:in, Verlag – gelesen oder nicht? Denn Klappentexte klingen auch gern ähnlich … was aber fast schon wieder ein gänzlich neues Thema für sich ist.

    In unserem Beitrag sind wir gröber und allgemeiner, euer Aufbau gefällt mir und ist ggf. etwas das wir so auch in einem villt. zukünftigen Beitrag machen könnten *-*

    Und ich muss wirklich gestehen, gezielt bei diesen Büchern hier ist mir der Unterschied zu minimal – alles sieht fast gleich aus …

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    1. Liebe Janna,
      vielen, vielen lieben Dank für dein Lob, wir haben uns in der Tat Mühe gegeben 🙂
      Stellt euer Licht bloß nicht unter den Scheffel, der Beitrag von euch ist auch SO toll und interessant. Ich bin noch nicht dazu gekommen, zu kommentieren, aber das mache ich noch. An dieser Stelle auch Entschuldigung, dass ich so lange zum Antworten gebraucht habe. Kommentare schiebe ich manchmal auf, bis ich mehr Konzentration habe, weil ich die nicht zwischen Tür und Angel beantworten will, nur, damit sie beantwortet sind.
      Gerade, weil das nicht deinen Geschmack trifft, finde ich es umso schöner, dass du dir trotzdem die Zeit genommen hast, den Beitrag zu lesen und ihn interessant fandest. Vielen Dank 🙂
      Oh ja, bei manchen Klappentexten habe ich tatsächlich auch danach das Gefühl, nicht zu wissen, worum es in dem Buch geht. Das sind aber auch wirklich ein paar schwierige Zeilen, schließlich soll man den Inhalt verraten, ohne wirklich den Inhalt zu verraten 😀
      Dem stimme ich zu. Der Beitrag hat mir zwar geholfen, auf den zweiten Blick mehr Unterschiede zu erkennen, aber gerade jetzt, nachdem ich die Thriller und Fantasy Beiträge geschrieben habe, fällt umso mehr auf, dass die Unterschiede bei NA bei Lyx kleiner sind als bei den anderen Genres.
      Ich wünsche dir noch einen schönen Abend, ganz liebe Grüße
      Yvonne 🙂

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      1. Nur kein Stress beim Kommentieren – weder hier antworten, noch bei uns :-*

        Ach doch, euren finde ich weitaus besser, detaillierter 😉 Aber liebsten Dank ❤
        Bei den Thrillern will ich noch rumschauen, aber wenn ich etwas mehr Zeit habe, da ist ja noch mehr zum Cover von dir oder euch, will dann alle lesen! Hoffe nur ich vergesse es nicht, wenn ich dann mal Zeit dafür habe *lach

        Hab(t) einen mukkelig-sonnigen Tag!

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  6. Auch hier noch einmal: ein ganz toller Beitrag! Bin sehr beeindruckt, das muss doch bestimmt richtig viel Arbeit gewesen sein, oder? Auf jeden Fall sehr spannend, das es doch mehr Unterschiede gibt, als ich persönlich gedacht habe. Schön ausdifferenziert 🙂

    Liebe Grüße

    Nadine

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    1. Vielen Dank Nadine! 🙂
      Ja, es war wirklich viel Arbeit.
      Das freut mich riesig! Fand es nämlich auch super spannend, dass ich meinen ersten Eindruck revidieren konnte und es eben doch Unterschiede gibt. Mal mehr, mal weniger offensichtlich.

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  7. Hallöchen Yvonne,

    die Coverdiskussion vor ein paar Wochen war schon heftig. Im Endeffekt haben wir alle festgestellt, dass jedes Genre so seine Muster bezüglich des Covers besitzt. Farben, Schriften, design, alles ist im Endeffekt auf die Zielgruppe angepasst. Natürlich wäre Abwechslung nix und das nicht nur in Nuancen, andererseits hätten wir dann wieder eine neue Diskussion am Start.

    Ich persönlich bin schon oft ein Coveropfer, aber weniger im NA-/YA-Bereich, sondern Fantasy. Ich finde, da variieren die Cover schon sehr, wenn ich so in mein Shelf schaue.

    Ich danke euch Beiden auf jeden Fall für diesen Beitrag. Anabelles Bücher werfen auf einmal ein ganz neues Licht auf mich 🙂

    Liebe Grüße
    Tina

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    1. Hallo Tina!
      Danke fürs Lesen 🙂
      Das stimmt, das habe ich ja auch in meinen anderen Cover Beiträgen gezeigt, denke ich. Jedes Genre hat seinen Stil und es gibt Unterschiede und je nach Genre ändert sich der Stil mal mehr mal weniger im Laufe der Jahre und bestimmte Designs sind im Trend.
      Das finde ich bei Fantasy auch und da werde ich auch schnell zum Cover Opfer, obwohl ich nie nur nach Cover kaufe. Aber ein schönes Cover macht schon was aus und sehr viel mehr Lust auf das Buch 🙂
      Das freut mich riesig! Vielen lieben Dank und ganz liebe Grüße 🙂
      Yvonne

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