[Lese-Freitag] Die kleine Chocolaterie am Meer und Die Zeit der Weihnachtsschwestern

Heute wird es Zeit für zwei weihnachtliche Liebesromane, beide aus letztem Jahr.

Darum geht es in die kleine Chocolaterie:

Vor den Fenstern fällt Schnee, auf dem Herd dampft heiße Schokolade mit Zimt, und Rentierlollis zieren die Schaufenster. Die gemütliche Chocolaterie in dem kleinen Ort an der Küste Northumberlands ist Emmas ganzer Stolz. Jetzt, da Weihnachten vor der Tür steht, haben sie und ihre Assistentin Holly alle Hände voll zu tun, die Leckereien für das Fest vorzubereiten. Doch dann kündigt ihr Vermieter eine Mieterhöhung an. Muss Emma die Chocolaterie aufgeben? Zum Glück hat sie ihren treuen Cockerspaniel Alfie und die besten Freunde, die man sich wünschen kann. Sie geben ihr die Kraft, für ihr Glück zu kämpfen.

Darum geht es in Die Zeit der Weihnachtsschwestern:

Suzanne McBride hat nur einen Weihnachtswunsch: ihre drei Töchter in ihrem Haus in den schottischen Highlands bei sich zu haben. Und tatsächlich: Posy, Hannah und Beth – so unterschiedlich wie die Plätzchen in der Keksdose – wollen sich wieder unter einer Tanne treffen. Suzanne ist entschlossen, ihnen das perfekte Weihnachtsfest zu bescheren … bis eine Grippe sie ans Bett kettet. Jetzt müssen die Schwestern einspringen. Während die eine oder andere dabei das Fest der Liebe sogar von seiner romantischen Seite kennenlernt, treten bei allen verborgene Geheimnisse und Konflikte ans Tageslicht. Bald wird ihnen klar: Wenn Weihnachten gelingen soll, müssen die McBride-Frauen erst das verlorene Band ihrer Familie wiederfinden …

Die kleine Chocolaterie am Meer

Das Buch wurde 2019 mit 272 Seiten im Mira Taschenbuch veröffentlicht.

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An der Leseprobe haben mich zwei Sachen gestört. Zum einen ist der Schreibstil manchmal eher distanziert und etwas sperrig (wie „Die immer länger werdende Schlange hinter ihm und sein Kopf voller Gedanken an Weihnachtswünsche ließen ihn sich für die große Schachtel entscheiden.“ ), zum anderen finde ich das Grundgerüst unlogisch. Denn Emma hat Holly als Mitarbeiterin eingestellt und erinnert sich im ersten Kapitel, vorher alles alleine gemacht zu haben, backen und Theke. Das ist doch gar nicht möglich? Man kann nicht in der Stube backen und zwischendurch zur Theke rennen, um die Sachen zu verkaufen, das macht zeitlich keinen Sinn (nicht jede Tätigkeit kann sofort unterbrochen werden), mit Hygiene Vorschriften funktioniert das bestimmt auch nicht, dann würde sie ja wahnsinnig viele Handschuhe verbrauchen und sie sieht hinten ja gar nicht, ob Kunden rein kommen. Selbst wenn sie den ganzen Tag nur an der Theke gestanden hätte und abends nach Feierabend gebacken hätte, würde das zeitlich im Mengen Verhältnis mit einem eigenen Laden nicht passen. Bei weihnachtlichen Liebesromanen ist es natürlich eh immer alles nicht so super realistisch, aber hier stimmt für mich einfach schon der Grundpfeiler nicht und deswegen habe ich die Leseprobe dann auch nicht zu Ende gelesen, das Buch kann ich streichen.

Die Zeit der Weihnachtsschwestern

Das Buch wurde 2019 mit 304 Seiten im Mira Taschenbuch veröffentlicht.

51jbvimrtqL__SX339_BO1,204,203,200_.jpgWeil der Name von Suzanne vor dem ersten Kapitel steht, gehe ich davon aus, dass das Buch aus den verschiedenen Perspektiven der Familie erzählt, was ich schon mal super finde und auch der erste Satz ist gleich mitten drin: „Es gibt gute Jahrestage und schlechte Jahrestage. Dieser war ein schlechter […].“ Mit Tartan Stoffen und Single Malt Whisky und stricken am Kaminfeuer schafft Sarah Morgan sogleich eine schottische Wohlfühlstimmung, was ich sehr süß finde. Susanne träumt davon, lebendig unter Schnee begraben zu sein, diese Albträume hat sie seit 25 Jahren und auf ihr lastet die Schuld der Überlebenden. Das finde ich gleich interessant! Was hat sie überlebt? Im zweiten Kapitel telefoniert die Mutter Beth im Spielzeugladen, während sie sich im Spiegel betrachtet, natürlich inklusive Haarfarben Beschreibung. Das mag ich echt überhaupt nicht, aber das dritte Kapitel handelt von Hannah und einem schönen Plot Twist aus Erwartungen, Vermutungen und mangelnder Kommunikation, nachdem Hannah am Ende des zweiten Kapitels mit Beth telefoniert hat. Das Buch könnte wirklich ein schönes Weihnachtsbuch und eine interessante Familiengeschichte werden!

Habt ihr schon eins der beiden Bücher gelesen oder das noch vor?


2 Gedanken zu “[Lese-Freitag] Die kleine Chocolaterie am Meer und Die Zeit der Weihnachtsschwestern

  1. Lese gerade von den beiden Büchern zum ersten Mal, vielleicht weil es nicht so ganz mein Genre ist 😀 das zweite klingt aber nicht schlecht und es spielt in Schottland. Ach ja die guten alten Spiegel Beschreibungen, wer steht nicht ständig vor dem Spiegel und betrachtet sich in allen Einzelheiten? 😀

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