[Kurzrezension] Ophelia Scale. Der Himmel wird brennen von Lena Kiefer

Bei Fortsetzungen von Büchern, die ich als Jahreshighlight bezeichne, habe ich immer Angst, enttäuscht zu werden. Die Erwartungen sind schließlich hoch. Zum Glück war der zweite Band der Ophelia Scale Reihe genau so gut wie der erste! Aber Achtung: Die Rezi und der Klappentext spoilern den ersten Band der Reihe.

Das Buch ist 2019 mit 494 Seiten bei cbj erschienen und darum geht es:

Die 18-jährige Ophelia ist zum Tode verurteilt. Im Auftrag des Widerstandes hat sie einen Anschlag auf den König verübt. Ihre Liebe zu dessen Bruder Lucien hat sie ebenso geopfert. Doch dann bietet ihr Phoenix, der Chef des Geheimdienstes, einen Handel an: Wenn sie bereit ist, sich bei ihren Freunden von ReVerse als Spionin der Regierung zu betätigen, kann sie ihr Leben und das ihres besten Freundes retten. Nun muss Ophelia sich entscheiden – zwischen ihren Gefühlen und dem Glauben, was sie für richtig hält.

Das Problem mit dieser Rezension ist, dass ich zum einen das Buch geliebt habe, es mir aber schwer fällt, dieses Gefühl an konkreten Punkten festzumachen. Und zum anderen will ich wirklich nicht spoilern, was es natürlich auch noch mal schwer macht, die Gedanken zusammenzufassen. Deswegen wird das hier eine vage Kurzrezi werden, aber lasst euch gesagt sein, das ich die Ophelia Scale Reihe absolut nur empfehlen kann und mich riesig doll auf den dritten Band freue, der am 11. November erscheinen wird.

Die Charaktere sind mal wieder großartig, vor allem weil im ersten Teil des Buches der Fokus auf den Beziehungen untereinander liegt. Freundschaften werden vertieft und es hat so viel Spaß gemacht, auf alte Bekannte aus dem ersten Band und neue Charaktere zu treffen. Es gibt wieder tolle Dialoge, etwas Hintergrundwissen und ich konnte mit allen Charakteren mitleiden, sodass ich das Buch dank des tollen Schreibstils auch am liebsten in einem Tag durchgelesen hätte.

„Ich hätte erwartet, dass du dich mehr freust – mehr so wie ein Kind unterm Christbaum. Aber du siehst eher aus, als hätte man Weihnachten abgesagt.“ (S. 66)

Außerdem mochte ich, wie mit den Themen gespielt wurde, die im ersten Band schon aufgegriffen wurden: Moral, Verrat, Loyalität, Vertrauen, Tod und Liebe. Es gibt einen LGBTQ Charakter, der leider leiden muss, was ich schade finde. Selbst das Love Triangle, was ich für gewöhnlich eher anstrengend finde, war in diesem Buch einfach interessant, schön und herzzereißend. Es gibt einige Plot Twists, mit denen ich nicht gerechnet habe, obwohl das Buch genau in die Richtung geht, die ich mir nach dem Ende des ersten Bandes gewünscht habe. Als Ophelia und ihre Begleitung auf einer Insel sind, hatte ich zum ersten Mal das Gefühl, dass ich besonders nicht so viel von dieser Handlung und vom Setting gebraucht hätte, das hätte man auch gut und gerne um die Hälfte kürzen können und auch das Ende des Buches kam mir zu abrupt. Nicht von der Handlung her, sondern von den Emotionen. Trotzdem bietet dieses Ende und das Buch an sich eine gute Brücke zum dritten Band, schließt Geschichten aus dem ersten Band ab und wirft trotzdem genug neue auf.

Lieblingszitat

Die Zelle, in der mich niemand besuchte, niemand außer der Stille, die mit jedem Tag lauter wurde, mich etwas mehr erdrückte. (S. 8)

Fazit

Ophelia Scale ist eine gelungene Fortsetzung, die den Plot weiter spinnt, obwohl mir ein Setting etwas zu langatmig war und die Beziehungen zwischen den Charakteren weiter entwickelt, sodass ich mich riesig auf den dritten Band freue.


2 Gedanken zu “[Kurzrezension] Ophelia Scale. Der Himmel wird brennen von Lena Kiefer

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