[Pride Month] Meine Highlights und Leseliste

Ich lese zu wenige LGBTQ Bücher. Das ist ein Fakt. Theoretisch könnte ich mal einen ganzen Monat nur Bücher mit queeren Protagonisten und Paaren lesen, weil meine Leseliste länger ist als meine Gelesenliste. Someone New, Als ich Amanda wurde und Midnight in Manhattan mochte ich nicht so, aber dafür gab es andere Bücher mit queeren Charakteren oder Paaren, die ich (sehr) gerne gelesen habe:

Gelesene Empfehlungen

What if its us

Dieses Buch war wirklich eines der besten Jugendbücher und Liebesgeschichten, die ich im letzten Jahr gelesen habe! Die beiden Protagonisten Ben und Arthur sind interessant, witzig und dreidemensional. Keine YA Klischee Bad Boys, keine dunklen Geheimnisse und toxische Plots. Es war realistisch, wie die beiden aufeinandertrafen und sich im Laufe des Buches suchen und kennenlernen, mit all den Hürden, die dazu gehören. Es war einfach großartig. Wer eine schöne Gay Romance sucht, dem würde ich immer dieses Buch empfehlen!

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Engelsfors Trilogie

Kein reines Jugendbuch, keine Gay Romance, nein, eine Fantasy Trilogie mit lesbischen Protagonisten. Und diese Reihe zählt auch noch zu meinen absoluten Lieblingsfantasyreihen nach Harry Potter! Es geht um Hexenzirkel, Dämonen, Prophezeiungen, Magie, aber eben auch ganz viel Freundschaft, Familie und Liebe. Ich kann leider nicht mehr zur Liebesgeschichte sagen, weil das spoilern würde, aber es ist eben nicht nur ein Band, sondern drei (eher dicke) Bücher, in denen sich die Liebesgeschichte entwickeln kann. Eine der beiden Mädchen ist nämlich auch zunächst noch mit einem Mann zusammen.

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Neben den beiden genannten, die ich wirklich nur absolut empfehlen kann, sind die nächsten drei eher so semi gut, weil die LGBTQ+ Charaktere nur der schwule Bruder oder ein schwuler Freund sind, also eher oberflächlich gehalten und keine Hauptfiguren. Aber schwule Nebenfiguren sind immer noch besser als gar keine.

Die Erfindung der Violet Adams

Hier ist der Bruder der Protagonistin schwul. Bei diesem Buch fand ich das aber deswegen so gut, weil das Setting historisch ist und das Genre viktorianisches London/Steampunk. Außerdem wurde nie großartig etwas erklärt, während Violet auf einen Mann steht, liebt ihr Bruder halt auch Männer. Schön fand ich, dass ihr Bruder nicht einfach nur mitläuft, sondern selbst auch aktiv zur Haupthandlung beiträgt und seine eigene kleine Geschichte hat, weil er gerne schreibt.

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Superluminar

Hierbei handelt es sich um eine Self-Publishing Fantasy Reihe aus zwei Bänden mit dem Thema Zeitreisen. Der Bruder der Protagonistin ist schwul, was auch so beschrieben wird, wie es meiner Meinung nach sein sollte: Gar nicht. Es ist einfach so, dass ihr Bruder einen Freund hat. Außerdem ist Melissa Mai nicht auf den Zug des Klischee-Schwulen aufgesprungen, er ist ein interessanter Charakter, der nur leider viel zu wenig vorkam und gerade im Voranschreiten des Buches immer mehr in den Hintergrund rückt. Ich hätte lieber die beste Freundin weggelassen und an ihrer Stelle den Bruder gehabt.

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Hope and other punchlines

Ja, wieder nur ein kleiner Nebencharakter. In diesem Buch, in dem es um 9/11 geht ist der schwule beste Freund des männlichen Protagonisten der typische Sidekick: Humorvoll, locker, nett. Er hat auch so seine Liebesgeschichte, aber das läuft eher nebenbei und ich hätte wie auch schon bei den Büchern davor gerne mehr über ihn gelesen.

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Diese magere Ausbeute lässt sich potenziell noch erweitern, wenn ich mir meine Leseliste anschaue und all die Bücher mit queeren Charakteren. Leider sind englische Bücher häufiger vertreten.

Bücher auf meiner Leseliste:

Fazit

Das „Problem“ mit mir und LGBTQ Büchern ist, dass ich viel Mainstream lese und LGBTQ Bücher zu oft noch in eine Nische gedrängt werden mit Verlagen für queere Literatur und Gay Romance als Genre. Das finde ich schade! Indem ich selbst meine Wunschliste verkleinere, die Augen offen halte und Bücher von Own Voices sowie solche mit LGBTQ+ Protagonisten und Paaren lese und supporte, kann man vielleicht irgendwann an dem Punkt ankommen, an dem auch die großen Publikumsverlage keinen Unterschied mehr machen.

Ein toller Blog, den ich allgemein zu dem Thema empfehlen möchte, ist queerBuch.

*Das schöne Beitragsbild stammt von Franz (fsHH) auf Pixabay.com.


3 Gedanken zu “[Pride Month] Meine Highlights und Leseliste

  1. ein schöner Beitrag!! die Fantasy Reihe mit queeren Figuren werde ich mir bald mal anschauen! Bin zurzeit eh wieder im Fantasy Hype und wenn es noch mit queeren Protagonisten ist umso besser! von becky albertelli habe ich nur drei Worte geliebt, daher werde ich mir das Buch holen, wenn ich wieder Lust auf YA habe. bei dem Blog werde ich auch mal vorbei schauen, lese nämlich auch viel Mainstream und möchte dahingehend versuchen auch meine Lesegwohnheiten zu ändern. finde es schade, dass es so schwer ist, Bücher mit queeren Figuren zu finden.

    Alles Liebe

    Nadine

    Gefällt 1 Person

    1. Hey Nadine,
      Das freut mich so doll! Es ist wie gesagt schon viele Jahre her, aber ich habe die Reihe in toller Erinnerung. Besonders ein Plot Twist in Band 2 war absolut „woah“. 🙂
      Das finde ich auch schade und das habe ich beim Beitrag auch leider gemerkt, weil es gar nicht so einfach war, sich an gute Bücher mit queeren (Haupt-) Charakteren zu erinnern.
      Liebe Grüße
      Yvonne 🙂

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