[Setting] Amerikanische Kleinstadtliebe in deutschen Liebesromanen

Weiter geht es mit Teil 2 des Beitrags. Nachdem ich ein bisschen was zum Ursprung, nämlich der Kleinstadt in amerikanischen Romanen geschrieben habe, geht es nun weiter mit der deutschen Variante. Hier sind die Namen schon wesentlich ähnlicher: Maywood, Fairwood, Atwood, Woodshill.

Kleinstadtliebe in deutschen Liebesromanen

Wer Romane auf deutsch bevorzugt, kann sich hier durch 3000 Ergebnisse in der Kategorie Liebesroman Amazon mit dem Suchwort Kleinstadt wühlen. Wer dann aber nach einem fiktiven deutschen Setting sucht, braucht etwas länger. Die meisten spielen in den USA, aber ich habe nicht alle 3000 Ergebnisse durchgeguckt oder kenne die Bücher vom Lesen, um das wirklich fundiert beurteilen zu können. Deswegen habe ich mich auf fünf mir bekannte fiktive amerikanische Kleinstädte von deutschen Autoren beschränkt, zu denen ich auch Informationen finden konnte.

Maywood

  • Maywood ist der kleine Ort, an dem die Reihe One of a Kind von Tina Köpke spielt. Ich habe das Buch nach der Leseprobe abgebrochen, weil mir die Charaktere nicht zugesagt haben, aber das Setting war super süß! Genau, wie ich mir das vorstelle, wenn ich an „amerikanische Kleinstadt“ denke: Man sitzt auf der Veranda und trinkt Wein und jeder weiß über jeden Bescheid. Das Moodboard auf Pinterest hat einen gewissen Vintage Vibe, was ich sehr schön finde.

Fairwood

  • Fairwood ist der Handlungsort in der Falling Fast Reihe von Bianca Iosivoni. Ich habe das Buch noch nicht gelesen, bin aber schon sehr neugierig. Bisher weiß ich, dass es eine Lavendelfarm gibt, auf der man bei der Ernte helfen kann und bei der es Bastelstunden und einen Shop gibt. Der Skyline Drive ist eine gewundene Straße durch Wälder, was sich besonders im September und Oktober lohnen soll und die 105 Meilen (das sind etwa 170 km) lang ist.

Atwood

  • Atwood ist die fiktive Kleinstadt im Norden Ohios, in der Nähe von Eriesee. Die Autorin Katie Chose schreibt momentan an diesem New Adult Roman, der in sich geschlossen ist. Atwood zeichnet sich dadurch aus, dass es nicht das typische Kleinstadt-Klischee erfüllt. Jeder kennt zwar jeden, aber „der Stadtkern ist hier kein Pavillon auf dem Dorfplatz, sondern der Park, der den Mittelpunkt der Legende von Atwood bildet. Der Ort ist umgeben von wilden Maisfeldern und die Menschen kennen sich, sind sich aber nicht immer wohlgesonnen.“ So hat er mir die Autorin erzählt und ich bin gespannt, was es damit auf sich hat.

Woodshill

  • Woodshill heißt die Kleinstadt in der Begin Again Reihe von Mona Kasten. Auch eine Reihe, die ich noch nicht gelesen habe, aber mal probieren möchte, ebenso wie Save Me. Der Campus in Woodshill wird beschrieben als schönes Backsteingebäude mit hohen Torbögen und Statuen von einflussreichen Personen. (Vgl. Begin Again, S. 22)

Was haben die Settings für mich emotional gemeinsam?

Atwood Katie Setting 2.jpg  Atwood Katie Setting.jpg Maywood Instagram Beitrag Tina Köpke.jpg

Setzt man die Moodboards von en Autorinnen auf Instagram zu Atwood und Maywood nebeneinander, fällt auf, welche Atmosphäre vermittelt wird. Denn für mich gibt es Gemeinsamkeiten:

  • Gemütlichkeit, Wärme
  • Feel Good Faktor
  • Genuss von Essen und Trinken
  • Ruhe
  • Einfachheit (wenn es nur den Diner gibt und nicht fünf)

Zum Einen ist das aber nur meine subjektive Assoziation (die Autoren dürfen mich hier gerne korrigieren!) und zum Anderen ist das eben ein individuelles Empfinden, weil es Menschen gibt, die bei Kleinstädten wahnsinnig werden. Mein bester Freund ist so ein Typ, der kriegt die Krise, wenn er nur daran denkt, um 22 Uhr keinen Pizza Teig mehr kaufen zu können, weil alle Läden zu haben. Er braucht die Möglichkeiten, die Art der Energie und mag diese gewisse Anonymität, die so manche Großstadt bietet.

Diese Kleinstädte spielen nach meiner Erfahrung immer entweder im ländlichen Bereich mit Bergen und Wäldern oder es handelt sich um einen kleinen Ort an der Küste mit Meer und Strand, rauen Klippen und süßen Cafés. Natur ist wichtig und symbolisiert für mich immer den Hinweis, sich beim Lesen der Geschichte Zeit zu nehmen. Ich habe das Bedürfnis, mich mit einer Decke und heißem Kakao aufs Sofa zu setzen und in den nächsten Stunden in diese Kleinstadt zu reisen, Menschen und Traditionen kennenzulernen oder eben eine Lavendelfarm und mit Charakteren mitzufeiern.

In einer Kleinstadt geht alles ja auch ein bisschen langsamer: Veränderungen genau so wie Wartezeiten. Durch die Kleinstadt werden die äußerlichen Gegebenheiten (weitere Charaktere, Orte) so reduziert, dass sich sowohl Leser als auch Autor mehr auf die Liebesbeziehung, die Familie, Freundschaft, Gemeinschaft, kurz die Gefühle der Protagonisten konzentrieren kann. Es ist eine Komfort-Zone, eine Schneekugel und eine Lupe, denn wenn jeder jeden kennt, dann sorgt das auch für Drama.

„Der Gilmore Girls Faktor“

Diese plumpe Überschrift meint einfach, dass ich bei Liebesromanen von deutschen Autoren mit amerikanischem Setting häufig den Vergleich mit Gilmore Girls sehe, wie ja auch schon in Teil 1 des Beitrags angesprochen. Sowohl zu Maywood als auch zu Fairwood habe ich Vergleiche mit Gilmore Girls gelesen, hier bei Isabella noch mehr Bücher ,Tina Köpkes Betaleserin:

„Wenn ihr euch schon immer mal nach einem literarischen Stars Hollow verzehrt hat, dann findet ihr es in diesem Buch.“

Und hier zu Fairwood in Klaudias Rezension zu Falling Fast:

„Fairwood ist so heimelig, dass es mich sofort an Stars Hollow aus den „Gilmore Girls“ erinnert hat. Die Charaktere sind ebenso lebensnah und echt gestaltet, dass man Chase‘ Familie, die Leute aus dem Diner und dem süßen Café, die Besitzerin des Buchladens und selbst ganz besondere Orte, die typisch für das Shenandoah-Tal sind, direkt vor Augen hatte.“

Damit fällt Klaudia genau in die Zielgruppe, denn Bianca Iosivoni hat selbst auch an die beliebte Serie gedacht, wie im Interview hier ausgeführt:

„Deine Geschichte spielt in einer Kleinstadt in Virginia, in den tiefsten Südstaaten, umgeben von reichlich Natur, den Blue Ridge Mountains und glitzernden Seen. Wieso hast du dir gerade das Südstaatensetting und das Kleinstadtidyll für deine Geschichte ausgesucht?

Eigentlich sollte Fairwood in Minnesota angesiedelt sein, aber das hat nicht so richtig gepasst – dafür kommt Hailee jetzt ursprünglich aus Minnesota. Auf das Shenandoah-Tal in Virginia bin ich durch Zufall bei der Recherche gestoßen, habe mich sofort verliebt und wusste: genau hier muss diese Geschichte spielen. Ich wollte eine Kleinstadt mit Wohlfühlfaktor und Wiedererkennungswert. Quasi Stars Hollow, der Ort in dem Gilmore Girls spielt, im Buchformat, aber ich wollte auch das typische Südstaaten-Feeling und viel Natur. Wer meine New Adult Bücher kennt, weiß, dass ich meine Protagonisten gerne raus in die Natur zum Wandern, Schwimmen, Campen und Abenteuer erleben schicke.“

Warum sind amerikanische Kleinstädte so beliebt?

Das, was ich im vorherigen Abschnitt beschrieben habe, ist nicht Länder abhängig. Natur, Kleinstädte, das ist kein Phänomen der USA, sondern gibt es auch in Deutschland. Hallmark Filme, die mit dem typischen amerikanischen Kleinstadt und Landleben Setting und immer gleichen Liebesgeschichten erfolgreich sind, kommen ebenfalls aus den USA. Die Vergleiche mit Gilmore Girls funktionieren gut, aber würden sie das auch, wenn das Setting nicht amerikanisch wäre? Dann wäre es vielleicht ähnlich, aber nicht ganz wie Stars Hollow. In Deutschland gibt es keine Serien oder Filme, die Gilmore Girls thematisch ähneln.  Bekannte Daily Soaps in Deutschland spielen dann in Berlin (GZSZ, Verliebt in Berlin) oder einer Stadt, die eigentlich nur aus Imbiss, Sporthalle und zwei Häusern besteht (Alles was zählt) oder einem Familienhaus (Verbotene Liebe). Im Gegensatz zu den Hallmark Filmen werden Liebesfilme in Deutschland meinem Empfinden nach eher mit den Sendern (z.B. Sat 1) und der Art verbunden (Happy End Garantie), aber nicht mit dem Setting selbst.

Sadie Trombetta spricht in ihrem Artikel zum Thema einen guten Punkt an:

„There are two kinds of people that come from small towns: those who can’t wait to settle down where they grew up, and those who can’t wait to get as far away as possible.“

Sie sagt, dass es zwei Arten von Leuten gibt, die aus der Kleinstadt kommen: Diejenigen, die es nicht erwarten können, sesshaft zu werden und diejenigen, die es nicht erwarten zu können, aus dem kleinen Ort herauszukommen. Man muss nicht immer alles gegenüber stellen und es gibt viele Variationen, aber generell denke ich, dass die meisten Leute entweder in einer Großstadt oder in einer Kleinstadt aufgewachsen sind. Je nach Empfinden und Lebensumstände werden die mittelgroßen Städte sich mit dem ein oder anderen identifizieren. Ich mag Kleinstädte in Büchern, weil ich mich dann an meine Heimat erinnert fühle, genauso interessiere ich mich für Romane in Großstädten, weil da die Neugierde siegt, das Interesse an dem Unbekannten. Vielleicht geht es Leuten bei Kleinstadtromanzen auch so, wenn der Leser selbst aus der Großstadt kommt? Sozusagen literarisch unbekanntes Terrain erkunden. Wie mein bester Freund, der sich fragt, wie ich so leben kann, wenn nicht alle zwei Minuten eine U-Bahn fährt. Weil es überhaupt keine U-Bahnen gibt.

Diese Neugierde spiegelt sich dann im amerikanischen der Kleinstadtsettings wieder. USA ist für Deutsche nun mal ein anderes Land als die Heimat. Wie viele Road Trip Bücher handeln von der Reise nach Europa, durch Europa und nicht vom Trip von NRW nach Bayern? Urlaub heißt irgendwie oft weg, raus aus Deutschland, Unbekanntes, Anderes erkunden. Die Natur in den USA ist anders, Wald ist nicht gleich Wald, Berg nicht gleich Berg und die Leute sind auch anders, die Mentalität, die Gefühle, alles ist ein bisschen mehr. Zumindest habe ich so das Gefühl. Ich will damit die USA keinesfalls idealisieren, aber eine fiktive Kleinstadt in Oregon bringt den gewissen Faktor Träumerei, eine Art von Eskapismus mit sich, den ein Vorort von Köln nicht bieten kann.

Wer etwas zum Schmunzeln braucht, kann sich auch diesen Artikel durchlesen, in dem es darum geht, wie Harry Potter in Deutschland gewesen wäre. Dann wird Gleis 9 3/4 zur Schienenersatzverkehr-Haltestelle. Natürlich ist der Artikel nicht ernst gemeint und spielt mit Klischees, aber ein deutsches Setting scheint in den Köpfen vieler Leute weniger magisch, weniger traumhaft zu sein als das Ausland. Es gibt ja eine ganze Reihe von Liebesromanen mit Küsten Orten in Cornwall, Schottland, in Urlaubs-und Road Trip Szenarien. Aber die meisten fiktiven Kleinstädte in deutschen Liebesromanen liegen in den USA.

Heute hat Jule in ihrer Rezension zu Auf die andere Art den Gedanken angesprochen, warum als Setting überhaupt Amerika gewählt wurde:

„Die ganze Handlung spielt in Bangor, einer Stadt in Maine/USA. Aber warum? Die Autorin lebt in Deutschland und das ganze Buch liest sich, als wäre sie dort zwar einmal im Urlaub gewesen, aber sonst wirkt alles unnatürlich und wie eine Kulisse. Zumal es sich um eine amerikanische Kleinstadt handelt, von denen man stets den Eindruck hat, dass sie dem Anderssein nicht gerade offen gegenüberstehen. Aber die Polyamorie wird dort einfach anerkannt.“

Es fängt schon bei realen Ort an, da ist es mit fiktiven Orten in Deutschland bei deutschen Liebesromanen nicht weit her. Gefühlt spielen weniger Liebesromane von deutschen Autoren tatsächlich in Deutschland (meist dann auch größere Städte wie Berlin, München und Hamburg). Im Büchertreff Forum hat die Autorin Inka Loreen Minden dazu 2011 noch folgendes geschrieben, was meine Gedanken gut zusammenfasst:

„Leider kann ich dir sagen, dass es schwer sein wird, deutsche Liebesromane mit dt. Setting zu finden, weil das die meisten Verlage eben nicht wollen. Wir Autoren sollen internationale Settings bedienen, weil das von den Lesern mehr gefragt wird (ich zähle mich auch dazu, weil ich mich lieber in ein fernes Land wegträume :-)“

Bianca Iosivoni wurde im Interview hier ebenfalls gefragt, ob es einen bestimmten Grund hat, dass ihre Bücher in den USA spielen und ob sie sich vorstellen könne, auch einen Liebesroman in Deutschland oder Europa spielen zu lassen. Daraufhin hat sie geantwortet:

„Zu New Adult-Büchern passt das amerikanische College-Setting meiner Meinung nach einfach am besten. Und auch zu Roadtrips, wie Hailee einen den Sommer über macht. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, Geschichten auch in Europa spielen zu lassen. Haltet einfach mal die Augen offen, was so als Nächstes von mir erscheint.“

Auch mit Katie, die ihren New Adult Roman ja im fiktiven Atwood ansiedeln lässt, habe ich über das Thema geredet und sie hat mir erzählt, dass sie sogar zunächst Vororte in München und Berlin angedacht hatte! Bei realen Orten hätte sie recherchieren müssen, aber im Endeffekt war es einfacher, ihre eigenen Vorstellungen in eine Stadt einfließen zu lassen, die es noch nicht gibt. Hinzu kam, dass sich Amerika mit seiner Vielfalt an Land und Menschen unglaublich viele Möglichkeiten bat und, da ist Katie schön herrlich, klingen Namen wie Atwood für sie klangvoller als Straußberg oder Rosenheim.

Alternativen und Wünsche für die Zukunft

Ein Kleinstadt muss nicht immer süß und zum wohlfühlen sein, auch nicht in Liebesromanen. Ich wünsche mir weniger Idealismus. In einer Rezension von Brandi zum Buch Chasing Perfect von Susan Mallery (auf Deutsch als Stadt, Mann, Kuss erschienen) wird die Kleinstadt als Setting kritisiert:

„Secondly, the town itself is so freaking perfect. There’s beautiful homes, beautiful amenities, beautiful landscapes, lovely and supportive people. It’s big enough to support new industries and expanding businesses, but everyone still knows everyone else’s business because it’s small and cozy. The only thing missing is men.“

So geht es mir öfters auch. Ich brauche keine perfekten süßen Schneeballkugeln, ich möchte Details und die kleine Prise Realismus.

Ein ähnliches Konzept wie Kelly Moran mit der Redwood Love Reihe (Brüder und verschiedene Protagonisten pro Band mit gleichem Kleinstadt Setting) verfolgt Meghan Quinn mit der Getting Lucky Reihe in der kleinen Stadt Port Snow in Maine, USA. Zu diesem Buch möchte ich zwei gegenteilige Meinungen gegenüber stellen. Zum Einen ist da die positive Review von Jenny und Gitte auf ihrem Blog Totally Booked.

„Meghan Quinn delivered that small-town community feels to perfection. So much so, we want to pack a bag and head off to Port Snow to experience the hospitality of this quirky small town which was like another character in this sweet story.  Meghan Quinn captured it all beautifully. We could smell the sea air, taste the pastries and fudge in the Lobster Landing. Our mouths were watering!“

Im Gegensatz dazu ist da die Meinung von Syndi auf Goodreads:

„Hey we got all the small town culture, food, beach, idyllic serene scenery. There are plenty of outdoor activity to choose from. Plus put into the mix a handsome eligible bachelor who has no flaw.“

Genau darum geht es mir. Ich habe kein Problem mit süßen Kleinstädten, aber ich habe ein Problem, wenn es zu süß, zu perfekt ist. Ich habe immer das Gesicht verzogen, wenn eine alte Freundin fünf gehäufte Löffel Zucker in ihren Kakao gekippt hat. Ich fange gar nicht erst mit Zucker an. Es gibt einfach gewisse Grenzen, denn so schön und wohlfühlend eine Kleinstadt auch ist, so viele negative Aspekte gibt es auch. Eine Kleinstadt Gemeinschaft kann ein wunderbarer Zusammenhalt sein und eine schöne, familiäre Community, aber wenn es ums Tratschen geht und wenn es um alte Ansichten (Stichwort Homosexualität) geht, sieht das schon wieder anders aus.

Das Setting muss für mich etwas interessantes, etwas reales haben. Dann kann man halt nicht schreiben, dass die Prota mit ihrem Love Interest ins Kino geht, weil es kein Kino gibt und man dafür erst 45 min fahren muss. Dann eignet sich diese Autofahrt aber wieder für Drama, Action oder als Start für schöne Gespräche. Keine Liebesgeschichte ist perfekt und ein Setting sollte das auch nicht sein.

Schön finde ich das Konzept von Neubeginn in Virgin River. Ja, das Prinzip ist gleich: „Raus aus der Hektik der Großstadt, rein in die Natur“. Aber die Realität ist anders als erwartet, denn sie soll in einer Bruchbude wohnen. Von wegen süßes Häuschen. Die Reihe werde ich im Auge behalten.

Ich habe zwar nur vor sechs Jahren den Film gesehen und nicht das Buch gelesen, aber Safe Haven von Nicholas Sparks fand ich toll! Klar, die Geschichte ist gerade am Ende super kitschig, aber das fand ich nicht schlimm. Ich mochte das Setting in dem kleinen Küstenort unheimlich gerne, am liebsten hätte ich mich direkt hingebeamt und den Thriller Aspekt gab der Liebesgeschichte für mich noch mal die nötige Prise Salz. Wer sich mehr mit den Orten in seinen Romanen beschäftigen möchte, findet hier einen Reisebericht im America Journal.

Alle Bücher von Kent Haruf reizen mich total. Es ist ein anderes Genre, kein New Adult, aber es gibt auch Liebesgeschichten und es geht um Familie und das Leben in der amerikanischen Kleinstadt Holt in Colorado. Erschienen sind Abendrot (mit super schönem Cover, finde ich), Unsere Seelen bei Nacht und Lied der Weite.

Fazit

Ich mag Kleinstadtsettings und ich verstehe auch, warum so viele deutsche Autoren fiktive amerikanische Orte wählen. Die Buchreihe, an der ich momentan arbeite, spielt in einer fiktiven deutschen Kleinstadt, weil später von dem Punkt noch in andere Städte und Länder gezogen wird, Deutschland und weltweit. Das sollte einigermaßen realistisch sein und Wälder, Berge und Kleinstädte gibt es auch in Deutschland, nur eben etwas anders. Liebesromane mit Kleinstadtsettings haben ihren Charme, aber das alleine reicht mir nicht aus, es darf nicht zu idealistisch sein und wer sich allgemein mit dem Thema Kleinstadt In Liebesromanen oder eben das amerikanische Setting bei deutschen Autoren beschäftigen will, findet im nächsten Absatz noch ein paar weiterführende Links.

Andere Beiträge zum Thema

Sagt es etwas aus, dass alle Artikel bis auf einen auf englisch sind?


4 Gedanken zu “[Setting] Amerikanische Kleinstadtliebe in deutschen Liebesromanen

  1. Hallo Herzchen,

    erst einmal DANKE für deinen tollen, detailreichen Beitrag! Das war wahnsinnig unformativ. Ich wusste gar nicht, dass das noch jemandem aufgefallen ist 😉

    Ich bin ein großer Fan der Kleinstadt Romantik. Sarina Bowen mit True North, Marie Force Lost in Love und Kelly Moran mit Redwood um nur mal meine drei Liebsten Reihen zu nennen. Dennoch greife ich oft auch eben NICHT zu einem Buch mit dem Setting. Viele übertreiben es einfach mit dem Friede, Freude, Eierkuchen …
    Ich mag auch die deutschen Autorinnen, aber ich verstehe nicht warum die meisten NA Geschichten aus der Feder einer deutschsprachigen Autorin in einem anderen Land spielen muss. Auch bei uns gibt es idyllische Orte und vielleicht wären dann manche Geschichten ein bisschen authentischer:)

    Alles Liebe,
    Ella

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s