[Events] German Comic Con 2019 (Spring Edition)

Im Frühling war ich noch nie auf einer Convention, aber zumindest vom Wetter her klingt das doch perfekt. Ich muss mir nicht den Hintern bei Schnee vor der Halle abfrieren und ich schwitze mich in einer stickigen Halle nicht zu ekligen Maßen. Ha, am Tag der Con schneite es natürlich. Aber auch das Star Angebot war für mich für diese Convention klasse! Es traf genau meinen Geschmack, auch wenn der Schwerpunkt auf einer Serie lag: Gotham. Wie praktisch, dass ich die Serie sehr mag.Für viele sind Conventions ja nur toll wegen den Cosplayern und Extras und den Leuten und Merchandise Sachen. Aber ich bin ehrlich: Merchandise kann ich im Internet kaufen, kaufe ich aber eh nie, Funko Pops sind gar nicht meins und das drumherum ist großartig, aber am meisten freue ich mich dann doch immer auf die Schauspieler aus meinen liebsten Serien. Dieses Jahr sollte es mit meiner Schwester zusammen nach Dortmund gehen, wieder Tagestrip am Conventionsamstag. Ursprünglich wollte ich alleine fahren, aber nach der Ankündigung von Danielle Panabaker wurde Nadine dann auch schwach und durch ihr Semesterticket für die Uni muss sie nichts für Zug/Bus bezahlen. Praktisch.

Die Anreise und Ankunft

Um 6 Uhr in der früh ging der Wecker, wir machten uns fertig, fuhren zum Bahnhof und nahmen pünktlich um 8 Uhr den Zug Richtung Dortmund, schauten auf der Fahrt eine Folge von Alias und kamen mit anschließenden U-Bahn Fahrten um 10 Uhr an der Westfallenhalle an. Pünktlich genau! Schnell raus aus der Kälte, für 6 € Garderobe abgegeben und in die Schlange. Das ging wir auch schon bei unserem letzten Besuch 2017 super schnell. Zack, zack, zack, kein langes anstehen. Wirklich toll!

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Gleich innen drin merkten wir auch schon die erste deutliche Verbesserung zu 2017: Der Platz! Es war kein Gequetsche und Gedränge wie auf so manches Buchmesse, sondern man konnte richtig atmen, schlendern und sich alles anschauen. Wir besorgten uns erst mal etwas zu essen und liefen dann tatsächlich durch die Hallen: Die Artist Alley mit vielen tollen Künstlern! Ein paar Kärtchen haben wir direkt eingesteckt, manche Künstler zaubern einfach wunderbare Werke! Cosplayer gab es tatsächlich eher weniger. Auf anderen Comic Cons gab es wesentlich mehr. Ich habe auch Fotos gemacht von Menschen in großartigem Cosplay von Thor, Arrow, Captain America, Captain Marvel, ein Freund ging als Jon Snow…aber da ich diese Leute nicht gefragt habe, ob ich die Fotos von ihnen hier posten darf, muss ich leider darauf verzichten.

Der Plan vorher

Wie das immer so ist bei Conventions gab es auch dies Mal wieder vorher Absagen. Casey Cott, Vanessa Morgan (Riverdale), Tori Spelling, Jenni Garth (Beverly Hills 902010) sagten alle in der Woche vor der Convention ab, offiziell wegen Dreharbeiten, aber es ist eher wahrscheinlich, dass sie alle an der Zeremonie für Luke Perry am 13.April teilnahmen.

Eine Absage, die mich eher traurig machte, weil ich mich sehr auf ihn gefreut hatte, war Richard Harmon von The 100. Aber da hoffe ich einfach auf ein andern Mal. Im großen und ganzen hatte ich persönlich sehr Glück mit den Absagen, weil meine Lieblingsschauspieler alle kamen und der Plan sah dann so aus:

  • 11.25 – 11.50 Uhr Elizabeth Olsen Mainstage Halle 6
  • 12 – 13.40 Uhr Pause
  • 13.45 – 14.10 Uhr Jennifer Morrison Mainstage Halle 6
  • 14.55 – 15.20 Uhr Danielle Panabaker Stage Halle 4
  • 15.30 – 15.55 Uhr Cody Saintgnue Stage Halle 4
  • 16.05 – 16.30 Uhr Kevin McNally Stage Halle 4
  • 17.10 – 17.35 Uhr Gotham Cast Mainstage Halle 6

Realität: Alles genau so und doch ganz anders

Wie das immer so ist, auf Conventions und im realen Leben, kann der Plan noch so gut sein, am Ende kommt doch alles ganz anders. Wir haben zwar fast alle geplanten Panels gemacht, aber insgesamt noch so viel mehr! Wir hatten viel Stress um Cody Saintgnue, wir haben zufällig Stargäste gesehen, die wir vorher nicht auf dem Schirm standen, wir haben mehr Geld für Essen ausgegeben als geplant und wir hatten weniger Stress als geplant mit der lieben Bahn.

Spontane Entdeckung: 3x Walking Dead

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Als allererstes haben wir uns ins Publikum der Bühne in Halle sechs gesetzt. Wir wollten lieber etwas eher da sein, um ja noch (gute) Plätze für das Elizabeth Olsen Panel zu haben. Dabei sahen wir im Publikum auch schon ein mega cooles Cosplay von Newt Scamander! Wirklich mit Koffer und Weste und Bowtruckle! Aber, während wir da so saßen, kam die Ankündigung für Seth Giliam, Nadia Hilker, Stephen Ogg. Upps. Aber egal, ich mochte Nadia durch The 100 und Nadine mochte Seth Gilliam durch Teen Wolf, also blieben wir sitzen und genossen das spontane Panel. Es war nämlich wirklich cool, weil Nadia Hilker ganz viel deutsch redete bzw. zwischendurch zwischen deutsch und englisch sprang (sie ist ja Deutsche) und einfach so locker drauf war.

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Inhaltlich hatten wir von den Fragen nicht so viel Ahnung, aber dass es bei Walking Dead um viel Tod ging, wissen wir auch. Stephen Ogg ist eine richtige Persönlichkeit, anders kann man es nicht sagen. Muss einem aber gefallen. Sehr extrovertiert, sehr viel „Fuck“. Bei Seth Gilliam wussten wir beide nicht, dass er singen kann, denn das machte er im Laufe des Panels bestimmt drei Mal. Gleich zu Beginn des Tages positiv überrascht werden? Check!

Eine positive Überraschung: Elizabeth Olsen

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Hach. Elizabeth Olsen. Was bin ich ausgerastet, als sie angekündigt wurde. Sie ist die Schwester der Olsen Twins, spielt Scarlet Witch in den Avengers und steht schon lange auf meiner „Will ich mal gesehen haben“-Liste. Und es war so toll! Elizabeth Olsen war zum einen eine positive Überraschung, weil sie so unglaublich bodenständig wirkte. Als ein Fan sich bei ihr fürs Kommen bedankte, gab sie zurück, dass es toll sei, dass die ganzen Fans angereist waren, weil Dortmund bestimmt nicht für jeden um die Ecke ist.

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Die positive Überraschung bezog sich aber weitestgehend auf die Fans. Denn obwohl ich befürchtet hatte, das ganze Panel würde sich um die Avengers drehen, war das nicht so! Es gab einige wirklich tolle Fragen zu ihren Kampf Szenen in den Avengers, zu ihren neuen Projekten und Serien, zu Horror Filmen und anderen Rollen. Das fand ich so toll! Auch ihre Antworten und ihre ganze Präsenz…diese Balance zwischen Nettigkeit und Bodenständigkeit, Ehrlichkeit und natürlich nichts zu Endgame zu verraten…das war wirklich toll. Ein wunderbares Panel und Elizabeth Olsen war bezaubernd.

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Ganz viel Magie: Jennifer Morrison

Was bei dieser Convention wirklich toll war? Ich habe Schauspieler gesehen aus Serien, die ich nicht nur seit 3 Jahren gucke, sondern seit 5 oder 7 und Jennifer Morrisons Karriere verfolge ich schon viel länger, denn ich mochte sie auch unheimlich in Dr. House, wo sie von 2004 bis 2010 mit spielte. Wahnsinn, 15 Jahre ist das schon her. Zu Beginn des Panels wurde erst einmal etwas kläglich Happy Birthday gesungen und dann konnte es los gehen. Wie schon gedacht, drehten sich der große Teil der Fragen um Once upon a Time. Ein paar Leute kamen auch im Emma Swan Cosplay, natürlich mit roter Lederjacke. Das fand ich auch so schön: Jennifer Morrison war ehrlich. Auf die Frage, ob sie die Jacke behalten hat, sagte sie, dass sie die zwar wunderschön fand und bei roten Jacken immer an Emma Swan denken muss, aber sei selbst diese Jacke sechs Jahre lang fast jeden Tag am Set getragen hat und dass dann jetzt privat nicht mehr haben muss. Es gab die üblichen Fragen (Was ist deine Lieblingsfolge? Das Musical), aber es wurde auch nach ihrem Job als Director gefragt und das war super interessant, weil sie betonte, wie viele Entscheidungen Director eigentlich treffen müssen. Hunderte jeden Tag! Shipping Fragen sind ja normalerweise nicht so gerne gesehen, aber auch eine Frage nach Swan Queen (also es gibt Leute, die Emma und Regina als Pärchen sehen), antworte sie super elegant und gleichzeitig ganz lieb. Sie meinte nämlich, dass sie es doch für die Show spreche. Die Schauspieler und Autoren erzählen die Geschichte, aber wenn Fans etwas anderes sehen, dann sind die Charaktere lebendig und das ist sehr schön und die Show hat ganz viele verschiedene Ships.

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Der größte Flop: Danielle Panabaker

Es gibt Stargäste, die ein bisschen reservierter sind. Logisch, sind Menschen ja auch. Ich bin selbst schüchtern und introvertiert. Auf der Bühne kann das aber auch negativ wirken. Danielle Panabaker kann der liebste Mensch auf Erden sein, aber ihre Präsenz wirkte reserviert, kühl, diplomatisch. Bestimmt war sie auch müde, weil sie gestern noch in Vancouver die fünfte Staffel von The Flash zu Ende gedreht hat. Aber zum einen fand das Panel in Halle 4 statt, die ich gar nicht mochte. Die Bühne war super klein, da so in der Ecke, am Rand nervige laute Stände mit Musik, von hinten Wrestler, die sich gegenseitig die Köpfe einschlugen und dabei schrien oder der krachende Sound, wenn jemand auf die Matte fiel. Halle 4 wirkte wie so eine riesengroße Abstellkammer oder der Ordner „Sonstige“ auf dem PC. Gleich als erstes wurde die Stimmung getrübt, weil der Moderator sagte, dass Fotos und Videos verboten seien. Fand ich schon mal blöd. Ich bin kein Paparazzi, aber das ist eine öffentliche Veranstaltung und ich möchte dann auch die Möglichkeit haben, Fotos zu machen, wenn ich mir teure Autogramme, Photoshoots und Selfies nicht leisten kann. Fotos sind für mich festgehaltene Erinnerungen. Also ja, ich habe kein einziges selbst gemachtes Foto von ihr. Die erste Frage im Panel ging auch schon mal gut los: Ich habe gehört, dass du, Carlos und Tom The Flash verlassen sollt? „Glaube nicht alles, was im Internet steht.“

Später eine Frage nach Snowbarry (Ship zwischen Caitlin und Barry): „Ich denke, wir sollten respektieren, dass Barry und Iris verheiratet sind.“ Diplomatische Antworten. Das finde ich auch so schwierig, weil ich nicht glaube, dass alle Leute, die Snowbarry bei The Flash shippen, auch Barry und Iris nicht respektieren. Sie mögen Iris und Barry nicht zusammen und bevorzugen ihre eigene Variante im Kopf, die sie aber niemals im Fernsehen sehen würden. Ein Canon Ship nicht zu mögen und nicht zu respektieren, dass sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Von dem Panel blieb mir aber auch eine interessante und witzige Anekdote hängen, denn jemand fragte sie nach Kritik oder negativem Feedback und wie sie damit umging und sie erzählte von einem ihrer Flüge gestern nach Deutschland. Beim Koffer einladen im Flieger war da ein Mann mit The Flash Sticker auf dem Koffer. Danielle Panabaker also erfreut: „Oh, du magst The Flash?“ Und daraufhin antwortete der Mann: „Ja, aber ich hasse die Tv Serie.“ Bestimmt wusste er nicht, wer sie war, aber da hat sie ihm dann nur noch lächelnd einen schönen Flug gewünscht. Upps.

Ganz viel Chaos: Cody Saintgnue

Man, man, man. Da war was los. Gleich am Morgen postete Cody Saintgnue noch in seiner Instagram Story „Ich möchte alle meine deutschen Fans umarmen“. Oh oh. Meine Schwester war erst mal traurig, weil das zusammen mit seiner Abwesenheit an den Autogramm Tischen nach Absage schrie. Dabei hatte sie sich so auf ihn gefreut! Ein Staff Member sagte auch nur „Ja, der hat wohl abgesagt.“ Auf Facebook dann Diskussionen, andere sagten, er käme nur später, Probleme mit seinem Flug. Was denn jetzt? Erst am Nachmittag kam von den Veranstaltern auf Facebook das Statement: Ja, er ist da und hat ganz normal sein Panel. Okay, also doch freuen? Und dann sitzen wir beim Panel und der Moderator erklärt uns, dass er nicht kommen wird, weil er noch im Stau steht. Herrje. Also wieder Enttäuschung. Dann hieß es aber, er kommt später zu den Autogrammtischen. Nadine also hin und da saß er tatsächlich. Puh, glück gehabt und was für eine Odyseey er hinter sich haben muss. Hut ab, dass er nach der späten Anreise trotzdem noch auftritt. Aber ich saß schon alleine beim letzten Panel des Tages und da gab Nadine ihr warten ab, schließlich wollte sie nach Gotham nach Hause und Cody nahm jetzt (verständlicherweise!) eine kurze Pause. Es sollte wohl einfach nicht sein. Aber vielleicht gibt es ein nächstes Mal, irgendwann.

Zum Knuddeln: Osric Chau

Osric Chau wurde zwar unter anderem für The 100 angekündigt, aber ganz ehrlich, das war ein Witz. Eigentlich bekannt ist es für Supernatural, also für mich absolut unbekannt, weil ich die Serie noch nie richtig gesehen habe (und das auch nicht vor habe). Aber Osric Chau bekamen wir noch kurz in Halle 4 mit und er war SO süß. Anders kann ich es nicht beschreiben. Von ihm sprühte eine unglaubliche, fast schon kindliche Begeisterung aus. Für Supernatural, die Parodien der Serie, die Fans, zukünftige Filme und Veranstaltungen und er erzählte alles mit so einem Grinsen, dass einfach ansteckte.

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Das interessanteste Panel: Kevin McNally

Kennt ihr das, wenn ihr ältere Leute nach langer Zeit wieder sieht und man ihnen das Alter ansieht? In Halle vier fühlte ich mich erst mal geschockt, als Kevin McNally auf die Bühne trat. Ich kenn ihn nur aus Fluch der Karibik als Mr. Gibbs und aus Downton Abbey. Aber beide Rollen sind lange her, Fluch der Karibik lief von 2003 bis 2017, Downton Abbey sogar 2012. Und mit Bard und Haaren auf den Kopf sieht man eh nochmal jünger aus als ohne. Ohne wird das Altern mehr bewusst und das war für mich kurz ein emotionaler Moment. Jeden Schauspieler, den ich mag, dem ich gerne in Serien, Filme oder am Thater folge, jeder wird irgendwann sterben. Hoffentlich hat Kevin McNally noch viele tolle Projekte vor sich, denn er ist „erst“ 62 Jahre alt. Und er hat ja auch ganz viele andere Sachen schon gemacht.

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Zunächst einmal muss ich sagen,  wie viel Mitleid ich mit Kevin McNally hatte. Die Moderation übernahm Isabel, die ich als Con Mama Isabel und Veranstalterin von Pretty Little Liars Conventions in Deutschland kenne, was sie klasse gemacht habe. Aber bestimmt nicht einfach. In dieser unsäglichen Halle vier saßen wir nämlich gefühlt zu fünft. Es gab so viele leere Stühle und dann gingen Leute auch noch während des Panels. Mensch, das hat er nicht verdient.

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Trotzdem war es für mich inhaltlich wirklich das interessanteste Panel! Er erzählte spannende Anekdoten von seiner Zeit bei Fluch der Karibik, vom Set und wie Keira Knightley fragte, welches Schiff das jetzt sei, woraufhin er antwortete, dass er nicht mal wisse, welcher Film das sei. Sie drehten nämlich den zweiten und dritten Teil back to back. Außerdem gab er zu, dass die ersten vier Teile mehr Spaß gemacht haben, weil beim fünften Teil so viel auf green Screen gesetzt wurde, was dem ganzen etwas die Magie nahm. Der zweite Film sei am anstrengendsten gewesen, weil da die Schauspieler in diesen Käfigen herumrollen mussten und das war körperlich sehr hart, genau so wie das viele Laufen im Sand. Nach ein paar Fluch der Karibik Fragen fragte auch ein Fan, ob er nicht mal genervt sei von den Fragen zu FDK. Und er war wunderbar ehrlich. Der fünfte, der fragte, wie es sei mit Johnny Depp zu arbeiten, könnte sich auch eine Faust einfangen, aber ansonsten redete er gerne über die Reihe, weil sie ihm viele Türen geöffnet hat und er viel Spaß hatte. Kevin McNally redete noch über Mr. Gibbs als Charakter, über die Poliutik von Disney, die nicht die besten Bloopers zeigt, weil Schimpfwörter verboten sind und die Verbindung zwischen Theater, Film und Serien, über Projekte wie Turn und Designated Survivor und über seine Angst vor der Rolle als King Lear im Globe Theater mit der Shakespeare Company. Gerade dann, wenn man Angst hat, sollte man etwas machen und gerade dann kann man umso mehr stolz sein. Er spielte das Stück 17 Mal und brachte die Leute zum Lachen, was er als Erfolg verbucht. Also ja, rundum ein ganz interessanter, ehrlicher, netter Mann, der nicht genug Aufmerksamkeit bekommen hat.

Die größte Überraschung: Charlie Sheen

Charlie Sheen kannte ich natürlich vor der Convention. Als Schauspieler von Two and a Half Men und als Skandal Mensch. Meine Meinung von ihm war eher negativ geprägt und ich hatte auch nicht vor, ihn mir anzuschauen, wieso wollte ich? Tja. Und dann wollte ich mir schon mal einen Platz fürs Gotham Panel sichern und stand in dieser gigantischen Menge beim Charlie Sheen Panel. Vollkommen geschockt über diese Masse an Menschen, diese Begeisterung, dieses Feiern, als wäre er ein Held. Vielleicht ist er das für viele auch, so wirkten einige Rufe und Applaus. Ich habe wirklich noch nie so eine große Menge gesehen. Bei keiner Convention, keiner Buchmesse, selbst Cassandra Clare war dagegen nichts. Und dann muss ich auch noch zugeben, dass er schon witzig ist, eine Bühnenpräsenz hat und das gewisse Charisma. Zum Beispiel fragte ein kleines Mädchen im Kostüm, ob er Harry Potter kenne. Charlie Sheen hatte wohl nicht richtig hingesehen, denn er kommentierte prompt, dass das doch der Typ sei, der nackt am Broadway gelandet sei. Dann kam der schnelle Ausrufe „Oh god, thats a child!“ und viele Lacher. Er sagte also, dass er nur den ersten teil gesehen habe, aber weil sie das so liebte und ihn neugierig gemacht habe, wird er sich diese Harry Potter Welt mal anschauen. Er erwähnte noch seinen Rauswurf bei Two and a Half Men, stieg witzig auf eine Döner Einladung ein oder philosophierte, wer einen Kampf gewinnen würde. Der tosende Beifall und die „we miss you“ Rufe am Ende ließen mich noch einmal irritiert umgucken, es war wie ein Kulturschock, ehrlich. Dann löste sich die Masse auf und ich konnte einen Platz ergattern.

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Das Highlight. Save the best for last: Der Gotham Cast

Ich hatte vorher ja schon gehofft, dass das Gotham Panel das beste werden würde, weil so viele Leute vom Cast dabei waren, wie Robin Lord Taylor, Erin Richards, Sean Pertwee, Drew Powell, Tonya Pinkins, Camren Bicondova und Donal Logue. Das ist eigentlich oft eine Garantie für Spaß.

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Aber hier war nicht nur der Spaß toll, sondern einfach so viel Liebe und Familie. Ja, Familie, so bezeichnete sich der Cast manchmal. Das Panel fühlte sich trotz der Größe in Halle 6 familiär an, die Gäste waren gut drauf, super nett, untereinander, miteinander, mit den Fans. Es gab tolle Fragen, die lustigen und die ernsten und ganz viel Liebe für die Show, die Fans, die Geschichten, die Autoren und Schauspieler Tag für Tag aufs Neue erzählen.

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Ich kann gar nicht aufzählen, was alles so schön war, das würde den Rahmen sprengen. Aber es wurde zum Beispiel von einem Ed Cosplayer ein Rätsel gestellt, eins aus der Serie! Und dann riet der ganze Cast, was gemeint sein könnte, bevor sie aufgaben. Sean Pertwee ist übrigens live auch ziemlich heiß, muss ich mal oberflächlich zugeben.

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Es wurde ganz viel gelacht, es gab berührende Momente, als die Schauspieler von ihren Bewegründen erzählten, Schauspieler zu werden. Fans, die Geschenke hatten, wurden auf die Bühne gezogen und umarmt, das Ende der Serie wurde gepriesen, der Cast lobte sich untereinander und wie es war, sich nach Ende der Serie nicht mehr zu sehen.

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Erin Richards machte nach Ausführungen zu ihrem Director Debüt und einem kleinen Spoiler für deutsche Fans noch den Aufruf, dass Frauen, die glauben, keine Stimme zu haben, zu ihr kommen soll. es brauchte noch mehr weibliche Directors, sie will Frauen helfen, die nicht wissen, wie sie ihre Leidenschaft umsetzen sollen und können. Ganz viel Lachen, ganz viel Herz, ganz viel Liebe für Gotham und den Cast. Ein wunderschönes Panel und toller Abschluss des Tages!

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Abreise

Um 18 Uhr nahmen wir die U-Bahn zum Hauptbahnhof, besorgten Essen und Tickets und kamen nach einer unbequemen Fahrt mit Sitzen auf dem Boden und einer schnellen Autofahrt bei Schneefall um 21 Uhr zuhause an. Nachdem etwas erzählt, heißer Kakao getrunken, was gegessen und etwas Harry Potter geguckt wurde, um runterzukommen, schliefen wir müde, aber zufrieden ein.

Fazit

Es war eine tolle Convention, weil sie nicht so bedrängt war, weil das Essen okay war und die Stars einfach klasse! Ich habe so viele tolle Schauspieler gesehen, es haben sich ein paar Träume erfüllt. Aber auch das drumherum mit den schönen Ständen der Künstler, die Cosplayer, die man immer mal wieder in der Menge entdeckt, haben dazu beigetragen. Perfekt war es bei weitem nicht, dafür war Halle 4 zu unschön, das Chaos um Cody Saintgnue nervig und das Panel von Danielle Panabaker enttäuschend. Aber ich komme gerne wieder und freue mich jetzt schon sehr auf Dezember!

Zukunftspläne: Ich möchte im Dezember auf die nächste German Comic Con in Dortmund, vielleicht zwischendurch auf eine andere Con und für die zweite Ravens 1,2,3 Convention im Mai 2020 spare ich schon, um dann meinen One Tree Hill Traum nachzuholen.


4 Gedanken zu “[Events] German Comic Con 2019 (Spring Edition)

  1. Schade, dass der Panel von Danielle so enttäuschend war. Aber klar, Stars sind auch nur Menschen und auch hier gibt es natürlich die unterschiedlichsten Charaktere und nicht alle sind so, wie man sie sich dann in echt vorstellt. Icih finde es aber wie du auch nicht schlimm, wenn jemand etwas reservierter und schüchtern ist, aber geärgert hätte ich mich auch darüber, dass man keine Fotos machen darf. Wie du schon schreibst: Es ist eine öffentliche Veranstaltung, man fotografiert sie ja nicht privat, wie manch andere das tun, sogar ohne vorher zu fragen. Letzteres finde ich immer schlimm. Geht hin, fragt ob man ein gemeinsames Bild machen darf, wenn die Antwort Ja ist super, wenn sie Nein lautet, dann respektiert das. Ich glaube jeder von uns hat Tage, da will er nicht fotografiert werden. Aber bei einer öffentlichen Veranstaltung ist das halt was anderes, das gehört zu ihrem Job, immerhin bekommen die für die Conventions nicht wenig Geld. So wird man ja echt praktisch gezwungen ein Foto zu kaufen, wenn man gerne eins von ihr hätte und wie du schon schreibst: das kann sich halt auch nicht jeder leisten. Ich hatte im TV nur gehört, wie teuer ein Bild mit Charlie Sheen war, das waren irgendwas mit 200 oder 300 Euro,echt Wucher. Hätte ich nicht bezahlt. Irgendwo gibt es da dann auch eine Grenze bzw. bin ich jetzt kein Fan von ihm, aber selbst wenn das jetzt von einem Schauspieler/in wäre die ich toll fände, wäre mir das zu viel. Damit kann ich ja schon einen Wochenendtrip machen.

    Das mit Cody ist natürlich auch schade, aber das sind halt immer so Dinge, wo man leider keinen Einfluss hat :/. Finde es aber klasse, dass er zumindest noch die Autogrammstunde wahrgenommen hat, denn der war bestimmt todmüde nach dem Stress. Aber gerade das mag ich am Teen Wolf Cast so, die sind alle immer so engagiert und haben echt Lust drauf die Fans kennenzulernen. Habe da auch noch nie negatives von Fans in Bezug auf Conventions gelesen. Das sagt halt dann schon viel aus. Deshalb ist es wie gesagt nach wie vor ein Traum von mir mal eine Teen Wolf Conventions zu besuchen, die finden aber immer in Brüssel und Paris statt, somit ist das ein sehr teurer Traum. Da kommt dann halt echt Flug, Unterkunft und Eintritt zusammen und das ist schon ne Hausnummer.

    Der Panel zu Gotham hört sich hingegen klasse an. Ich mag die Serie ja auch total und finde es schade, dass sie bei all den comic serien immer etwas untergeht, dabei sind gerade die Bösewichte der Serie super – so facettenreich, unterhaltsam und immer wieder sehr sympathisch xD. Möchte nächsten Monat auch endlich auf Netflix mit Staffel 4 loslegen, zu der ich noch gar nicht gekommen bin. Schade, dass es dann mit der 5. Staffel schon vorbei ist, aber auf der anderen Seite finde ich das sogar immer ne schöne Staffelanzahl. Das schreckt nicht so ab, wenn eine Serie 8 Staffeln oder mehr hat, gibt es ja viele, die da dann ungern noch einsteigen. Gotham kann man somit jederzeit nachholen. Hat gerade in den jetzigen Zeiten, wo es so viele Serien gibt, somit was Positives.

    Übrigens liebe ich ja Supernatural :). Eine meiner absoluten Lieblingsserien, verfolge sie schon seit 2005 und würde auch da unfassbar gerne mal auf eine Convention gehen. Weil das auch so eine Serie ist, wo die Darsteller/innen unfassbar leidenschaftlich sind. Man merkt immer wie viel Spaß sie bei der Arbeit haben, wie sehr sie das Fandom schätzen und wie viel Herzblut in jeder einzelnen Folge steckt. Natürlich hat die Serie qualitativ so ihre Höhen und Tiefen ,aber überrascht das bei mittlerweile 14. Staffeln? Da ist es ganz normal, dass mal Staffeln dabei sind, die nicht mit den Anfängen mithalten können oder mal Episoden die nicht der Knaller sind und natürlich immer mal wieder Dinge wiederholt werden. Deshalb freue ich mich auch auf das Ende, selbst wenn das trotz allem bittersüß wird. Ich hatte mich so an die Serie gewöhnt, sie ist halt schon immer da und es fühhlt sich komisch an, wenn sie nächstes Jahr dann endet.

    Und super, dass man bei Elizabeth Olsen so vielfältige Fragen gestellt hat und auch auf andere Projekte eingegangen ist, als nur Avengers. Ich glaube ,dass das auch für sie in der Form angenehmer war, als immer nur über eine Filmreihe sprechen zu müssen und hier immer die gleichen Dinge erzählen zu müssen. Sie ist ja so viel mehr als nur „Avengers“ und hat so viele weitere interessante Projekte in ihrer Vita.

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    1. Liebe Nicole,
      jetzt komme ich auch mal zum Antworten! Dieses Jahr funktioniert das bei mir echt nicht gut und ich antworte immer erst später. Naja, es wird auch wieder besser 🙂
      Danke für deinen langen Kommentar!
      Ja genau, eine öffentliche Veranstaltung. Eine Convention ist genau so gut ein Presse und Promo Job wie eine Film Premiere auch. Und stell dir mal vor, man dürfe auf einer Film Premiere keine Fotos machen (abgesehen davon, dass man das da nicht kontrollieren kann). Wirklich schade.
      Haha, ja, manche Stars haben echt mega Preise. Ein Foto mit Elizabeth Olsen hat auch glaub ich 130 Euro gekostet. Ich mag sie ja sehr, aber so viel Geld für ein Foto und dann sieht es vielleicht doof aus und dann muss man ja noch das digitale kaufen…no way. Das sind fast meine Zugkosten für einen Heimat Besuch und davon habe ich mehr. 😀
      Genau, wenn das Pech kommt, dann kommt es halt. Da kann man nicht sagen „Halt Stopp, das habe ich mir jetzt aber anders vorgestellt.“ Ja absolut nicht selbstverständlich, dass Cody nach dem ganzen Theater noch Autogramme geschrieben hat! Wirklich klasse 🙂
      So wie dir bei Teen Wolf geht es mir mit One Tree Hill leider auch. Immer in Paris oder sogar USA. Ich denke, sowas macht man bei bestimmten Conventions einmal und dann sehe ich das auch eher als kleinen Urlaub an. Zumindest würde ich immer versuchen so zu buchen, dass man noch etwas von der Stadt sieht, damit sich der Trip doppelt lohnt. 🙂
      Ich war von Staffel 4 kein riesengroßer Fan, wobei 4b dann wirklich besser war. Aber ich hoffe, wenn du mal dazu kommst, wird es dir gefallen! 🙂 Ein paar Folgen bei Staffel 5 waren wirklich absolut episch und bei 5×11 habe ich sogar geweint. 5×12 ist das eher ein Epilog. So ging es mir bei Heartland: 12 Staffeln. Puh. Habe die Serie letztendlich aber nach 8 Staffeln abgebrochen.
      Ich hoffe auch für dich und alle Supernatural Fans, dass die Serie gut endet! Wobei ich mir da auch keine allzu großen Sorgen mache. 🙂
      Genau, da hast du absolut Recht! Ist für den Schauspieler ja auch interessanter und zu Endgame durfte sie ja sowieso nichts sagen 😀
      Ganz liebe Grüße und eine schöne restliche Woche wünsche ich dir 🙂

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    1. Liebe Eileen,
      ich kann dir das wirklich nur empfehlen! Es ist ein absolut cooles und unvergessliches Erlebnis. Gerade weil ich im Alltag auf der Straße oder so eigentlich nie über Serien und co. rede, aber auf einer Convention komme alle Fans zusammen und die Stars machen die Serie dann noch interessanter und es ist einfach so unglaublich viel Spaß! 🙂
      Hihi, ja 😀 Wir sind Zwillinge!
      Viele liebe Grüße
      Yvonne

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