[Rezension] Someone New von Laura Kneidl

Dieses Buch habe ich Ende Januar ja unglaublich oft auf Instagram gesehen und überwiegend positive Lobeshymmnen gelesen. Denen kann ich mich leider nicht zu 100% anschließen. Obwohl mir das Buch schon gefallen hat. Wenn mir eins gefehlt hat, dann war es Balance. Balance bei den Motiven und Themen, Balance bei den Charakteren, Balance beim Schreibstil.Das Buch ist 2019 im Lyx Verlag erschienen und darum geht es:

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …

Charaktere

Hier beginnt auch schon gleich mein erstes Problem mit dem Buch. Genauer gesagt sind es zwei Probleme, aber dazu weiter unten mehr. Zum Einen ist da die Protagonistin Micah, die mir einerseits zwar Spaß gemacht hat und die mich andererseits auch unheimlich viele Nerven gekostet hat. Sie lebt auf Kosten ihrer Eltern (komplett, kein Bafög, Job, irgendwas. Ihr Eltern bezahlen sogar die Miete der Wohnung und sie hat mehrere Kreditkarten).

a) Zwar beschwert sie sich des Öfteren über das Verhalten und die Art ihrer Eltern, aber trotzdem zieht sie erstmal keine Konsequenz, kommt weiter zum Essen und lässt sich ihr Leben finanzieren. Das hat mich unglaublich genervt. Würde sie mit ihren Eltern brechen, wenn diese nicht so viel Geld hätten und wenn Micah nicht so unselbständig wäre? Eigentlich ja eine interessante und durchaus auch schlüssige Abhängigkeitsbeziehung, beim Lesen hat es mir aber keinen Spaß gemacht.

b) Ich empfand Micah als übergriffig und aufdringlich. Sie beschreibt Freunde als OTP (= One True Pairing, also zwei Leute, die zusammen sein sollen), bucht für die einfach einen Tisch im Restaurant, weil SIE ja so überzeugt von deren Liebe ist. Sie macht ein riesen Drama, weil Julian ihr nicht sofort von seiner Vergangenheit erzählen will. Dabei schuldet er ihr gar nichts, Micah hat nicht zu bestimmen, wann er so weit ist, ihr etwas zu erzählen. Außerdem spioniert sie ihm hinterher, rennt ihm generell hinterher und regt sich darüber auf, dass er sie anlügen würde. Dabei gibt es einen gewaltigen Unterschied zwischen lügen und nicht sofort alle Geheimnisse erzählen. Deswegen mochte ich auch Lilly so. Sie war öfters mal da, um Micah sozusagen den Kopf zu waschen.

Was ich an Micah mochte? Sie mag Marvel/DC/Serien und Filme, sie unterstützt und akzeptiert ihre Freunde und sie macht im Laufe des Buches eine Entwicklung durch, was mir wirklich gut gefallen hat. Gleichzeitig ist da aber auch wieder ihr Bruder Adrian, der sich unmöglich verhält. Warum erfährt man relativ schnell, wobei ich glaube ich einer der wenigen bin, die sich über Adrian aufgeregt hat.

Julian ist der wie erwartet gutaussehende, leicht muskulöse Love Interest, der sich aber – und das fand ich klasse – für Architektur interessiert! Ich selbst habe Kunstgeschichte studiert, wo natürlich auch Architektur vor kam und fand es toll, das Thema mal in einem Buch vertreten zu sehen. Außerdem hat er viele Jobs, was natürlich ein guter Gegensatz zu Micah war.

Einer meiner liebsten Figuren im Buch war wirklich Lilly, die junge Mutter, die ihren Abschluss macht und leider ziemlich auf diese Schublade reduziert bleibt. Das Buch hat so viele Seiten, da hätte ich mir mehr Handlung mit und von Lilly gewünscht, weil ich ihre Geschichte wirklich am interessantesten fand und soweit ich das beurteilen kann, war das auch gut umgesetzt. Junge Mütter werden leider heutzutage noch gesellschaftlich verurteilt.

Aliza war auf dem Papier großartig, eine Food-Bloggerin, deren Eltern dem islamischen Glauben angehören. Allerdings war sie mir im Buch selbst dann zu unrealistisch und blass. Unrealistisch, weil sie bloggt, eine Instagram Account mit 250.000 Abos hat und Jura studiert. Jura ist ein zeitaufwendiges Studium, einen Instagram mit so vielen Abos zu bespielen ist zeitaufwendig und bloggen ebenso. Erst recht als Foodbloggerin, denn Sie muss das Essen ja erst einmal backen/kochen und das dann auch noch vernünftig fotografieren, während es noch frisch aus dem Ofen ist und noch nicht zusammengefallen. Wie viele Stunden soll dieser Charakter also haben, wenn sie zwischendurch noch mit Micah plaudern kann? Solche Kleinigkeiten haben mich gestört.

Die Balance fehlt mir auch bei den Eltern Figuren im Roman. Denn die sind überwiegend einseitig dargestellt. Sie schmeißen ihre Kinder raus, verbieten Sachen und sind einfach rund um negativ. Es gibt doch auch Eltern, die verständnisvoll sind. Natürlich birgt das weniger Konflikt für die Geschichte, aber dafür gibt es ja noch genug andere Ressourcen. Gerade am Ende wiederholen sich nicht nur Themen, sondern dazu auch noch die Reaktion der Elternfiguren, was bei mir ein negatives Déjà-vu Erlebnis auslöste. Wo bleibt die Vielfalt, die Balance?

Außerdem möchte ich zum Thema Zwillinge anmerken, dass eineiige Zwillinge genau gleich aussehen, Micah und Adrian sind zweieiige Zwillinge.

Plot und Schreibstil

Auch hier hat mir wieder einiges gefallen und ebenso viel nicht. Zuerst zum negativen: Mir war der Schreibstil zu ausführlich, was das ganze Buch in die Länge gezogen hat. Da wird nicht nur das Essen beschrieben, sondern auch das Getränk, ob mit Strohhalm oder nicht und welche Farbe der Strohhalm hat. Einerseits war das gut, weil mir damit praktisch das Kopfkino diktiert wurde und der Roman und die Charaktere wesentlich realer wirkte. Andererseits machte es das Buch langatmig, ich hab immer öfter geschaut, wie weit ich schon bin und ich hatte keine Angst, das Lesezeichen zu verlieren, weil ich keine Angst hatte, wirklich viel zu verpassen. Die letzten 20 % des Buches habe ich dann wirklich mit 1,3-facher Geschwindigkeit gehört und bin froh, dass ich das bei Audible einstellen kann. Ich war die Geschichte an sich überdrüssig, weil es gerade zum Ende hin ein paar meiner Meinung nach unnötige Drama Momente und Sub Plots gab, die die Geschichte noch einmal in die Länge zogen. Wie im Film, wenn zwei Charaktere endlich kurz davor sind, sich zu küssen und dann die Tür klingelt und du am liebsten etwas gegen den Fernseher werfen willst. Bei Sex Szenen habe ich etwas vor gespult, aber das ist halt Geschmackssache, die sind mir ja bei Sarah J. Maas schon zu ausführlich.

Es gab unrealistische Situationen (eine bestimmte Geburtstagsparty), aber eben auch sehr schöne. Ich mochte einige Settings, die Laura Kneidl sich da erdacht hat (Micahs Kistennische zum Beispiel war super süß! Googlet mal blankert fort, da gibt es noch mehr gemütliche Orte) und das Thema der Geburtstagsparty war im Prinzip auch klasse. Vom Plot her kann ich eigentlich nicht viel sagen, weil ich echt keine Ahnung vom New Adult Genre habe und deswegen nur sagen kann, dass sich das Buch im gesamten eher gezogen hat. Die Storyline rund um Micah und Adrian fand ich zu Beginn des Buches aber noch sehr spannend!

Themen und Motive

Hier möchte ich auf drei Aspekte eingehen. Mir wäre es lieber gewesen, ich hätte das Buch abseits von Social Media in einem verlassenen Wald gelesen, nur für mich, ohne vorherige Kommentare wie „Es ist so wichtig! Ich will Juliens Geheimnis nicht verraten, aber es ist so ein tolles, wichtig Buch!“ Ja, richtig, das Buch ist wichtig. Aber nicht nur das was ist wichtig, sondern auch das wie. Ich werde hier natürlich nichts spoilern, aber für mich kam Juliens Geheimnis zu spät. Ich war schon gedanklich dabei das Buch zu schütteln und „Jetzt spucks schon aus!“ zu rufen. Inhaltlich blieb es für mich dann eher oberflächlich, wobei man da mehr Tiefe und Vielfalt hätte reinpacken können. Auch Konflikte hätte ich gerne mehr gesehen, in Bezug auf das Geheimnis, aber von Micahs Seite aus, ihre Reaktion und die der anderen. Mehr Hinterfragen, Nachfragen, mehr Auseinandersetzung.

Zum zweiten hat sich das Buch insgesamt etwas wie das Abhaken einer Checkliste angefühlt. Weil einfach so viele Gruppe und Themen repräsentiert oder aufgegriffen werden. Einige, die ich aus Spoiler Gründen nicht nennen kann, aber dann gibt es noch Micah, die Vegetariern ist und Comics liebt, Aurie und Cassie mit Cosplay und Larp, Islam mit Aliza, junge Mütter und Frauen, die sich zu dick fühlen mit Lilly…es gibt für jeden etwas. Theoretisch ist das großartig und ich stimme absolut zu, dass man das Buch und Laura Kneidl dafür feiern kann und sollte, andererseits wurden durch die Vielfalt viele Themen nur kurz angesprochen. Mehr Fokus hätte ich für mehr Tiefe besser gefunden. Auch Aurie und das Thema Rassismus. Bitte korrigiert mich, wenn ich da falsch liege, ich bin ja selbst weiß und kenne mich da nicht genug aus, aber ich persönlich fand es schade, dass Aurie auf seine Hautfarbe reduziert blieb. Ich hätte gerne (Beziehungs-) Probleme gehabt, die mit seinem Leben und seiner Persönlichkeit zusammenhängen. Seine Hautfarbe ist ja nicht seine Persönlichkeit. Würde mir Laura Kneidls Schreibstil mehr zusagen, würde ich wegen ihm und Cassie wohl Band 2 (Someone Else) lesen.

Ich habe ja schon erwähnt, dass Micah Comics/Serien usw. liebt. Und daran muss der Leser auch auf gefühlt jeder zweiten Seite erinnert werden. Es gibt wirklich unglaublich viele Referenzen zu The Flash, Batman, Game of Thrones, Selena Gomez, DC, Marvel, alles, was die Popokultur so hergibt. Einerseits hat das die Geschichte realer gemacht und es hat mir beim Lesen Spaß bereitet! Andererseits mag oder kenne ich aber auch nicht alles und da war es dann eher nervig. Googlen hätte ich störend gefunden. Nur stelle ich mir nun vor, wie Leute in 30 Jahren das Buch lesen und bei Google lesen, dass Veronica Mars eine Serie, ein Film und Reboot war. Oder wer Eleven in Stranger Things ist. Oder wie Leute das Buch lesen, die mit den ganzen Fandoms und Serien nicht viel anfangen können.

Fazit

Mir hat das Buch schon gefallen, obwohl die Rezension überwiegend negativ klingt. Ich habe gelacht, geschmunzelt, mit Micah und Julien mitgefiebert, Lilly angespornt, mir Alizas Kuchen vorgestellt und Eltern gedanklich verurteilt. Ich habe alle Gefühle erlebt, von Wut über Glück und beim Nachwort im Zug fast Tränen verdrückt. Aber das Buch insgesamt hatte zu viele Punkte, die mich störten, allen voran Micah selbst und der Schreibstil, der für meinen Geschmack zu ausführlich war und mir hat auch inhaltlich die Balance gefehlt. Der positive Hype um das Buch auf Instagram hat aber vielleicht auch dazu beigetragen, dass ich Erwartungen hatte, die nicht erfüllt werden konnten.

Andere Rezensionen

  • Katie von Katies Bücherwelt stimmt in vielen Punkten mit mir überein
  • Mona von Mona Liest hingegen fand das Buch großartig und die Liebe zum Buch spürt man in ihrer Rezension mit jedem Wort
  • Für Sandy von Nigtingale Blog war das Buch auch ein Abstecher ins New Adult Genre, aber im Gegensatz zu mir mochte sie das Buch viel mehr und hat eine sehr schöne Rezension geschrieben
  • Maike von kunterbunteflaschenpost war von dem Buch auch nicht nur begeistert und hat in ihrer Rezension wunderbar passende Metaphern gefunden, um ihre Kritik auszudrücken
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13 Gedanken zu “[Rezension] Someone New von Laura Kneidl

  1. Ich finde deine Rezension und deine Offenheit sehr gut. Leider wird viel zu oft ein Buch mehr positiv bewertet als es vielleicht möglich ist. Ich bin generell auch nicht jemand der alles ließt nur, weil es gerade gehypt wird. Da versuche ich mir selbst treu zu bleiben. Für mich wäre es höchstwahrscheinlich kein Buch, daher wird es auch nicht auf meinem SuB landen.

    Viele Grüße Eileen von http://www.eileens-good-vibes.de

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    1. Liebe Eileen
      das ist mir auch nicht leicht gefallen. Hab lange überlegt, ob es die richtigen Worte sind. Deshalb Dankeschön!
      Hätte mich manches nicht selbst interessiert, hätte ich es auch nicht gelesen. Anna Todt z.B. kann noch so gehypt werden, die Bücher würde ich niemals lesen 😀 Freue mich natürlich trotzdem für ihre Fans und auch die, die Someone New so lieben.
      Das kann ich absolut nachvollziehen! Sehr gute Entscheidung.
      Viele liebe Grüße zurück 🙂

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  2. Vielen Dank für die Verlinkung 🙂
    Ich kann deiner Rezension nur zustimmen. Das Buch ist nicht schlecht, nur eben auch kein absolutes Highlight. Es gibt einige Schwächen, die du sehr schön aufgeführt hast.
    Liebe Grüße

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    1. Liebe Katie,
      gerne, bitteschön! 🙂
      Vielen Dank! Genau, so ein Mittelding. Wobei ich mich in der letzten Woche so viel über das Buch ausgelassen und diskutiert habe, das ich überlege, die drei Sterne auf zwei zu senken. Das negative überschattet das positive so. Mal schauen, wie ich das Ende des Monats sehe, wenn ich etwas emotionalen Abstand vom Buch habe 🙂
      Liebe Grüße!

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  3. Eine wunderbare Rezension! Ich weiß, warum ich oft so wenig Rezensionen lese: Ich brauche es ausführlich. Ein paar Worte, wo eine Person positives bzw. negatives äußert, ohne kaum näher drauf einzugehen – daraus ziehe ich keinen Nährwert für mich. Du bist hingegen tiefer in das Buch hineingegangen. Mir hat es gefallen, dass du sehr ausdifferenziert geschrieben hast. Du hast kritisiert, aber nicht zerrissen und damit einen guten Mittelweg gefunden. Auch deine Gliederung war gut und man konnte deinem Gedankengang gut folgen.
    Wäre das Buch nicht so gehypt, hätte ich glaub ich nach dem Klappentext das Buch wieder aus der Hand genommen, „Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …“ lässt mich nur genervt aufseufzen. Ich weiß auch nicht, gefühlt habe ich es schon so oft gelesen bzw. seine „dunkle Vergangenheit“.
    Deine Rezension hat mich dann aber doch neugierig gemacht, ich weiß aber nicht, ob ich Lust habe das Buch zu lesen, wenn es erst spät rauskommt, nur um meine Neugierde, die durch den Hype entstanden ist zu befriedigen.
    Das mit den zuviel Bezügen zur Popkultur, da musste ich direkt an meine eigene Geschichte denken, auch ich spare nicht mit Bezügen zu Harry Potter, Stephen King oder anderen Filmen, da sollte ich auch mal drüber schauen, dass das nicht zu viel wird.
    Liebe Grüße,
    Nadine

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    1. Liebe Nadine,
      das freut mich ehrlich, Dankeschön! Hatte schon Bammel, dass es zu ehrlich, zu hart, zu pingelig ist oder man mich nicht versteht.
      Der Klappentext hat mich auch echt nicht aus den Socken gerissen, in der Buchhandlung mache ich um die New Adult Tische normalerweise einen weiten Bogen. Aber die Charakter Vorstellung von Lilly fand ich dann so toll, die Leseprobe fand ich auch nicht schlecht.. Tja. Aber zum Glück fand ich Lilly im Buch selbst immer noch gut, nur halt zu wenig.
      Wäre bestimmt interessant, wie du das Buch findest. Erst recht mit DEM Geheimnis. Das ist wirklich Marketing vom Feinsten gewesen, weil geheimes neugierig macht und um das zu erfahren, muss man halt das Buch lesen. 😀
      Ich schaue mir deine Geschichte ja mal an! Hier hat es mich genervt, weil es nur diese eine Schiene war und weil es so viel war und teilweise so gezwungen wirkt. Seht, wie cool und hip und nerdy ich bin…so nach dem Motto. Es hat nicht immer zum Plot gepasst, sondern wirkte so random. Das ist sicherlich ein Balance Akt 🙂
      Liebe Grüße zurück!

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      1. Ich habe durch meine beste Freundin und meine Cousinen das New Adult Genre entdeckt. Hin und wieder lese ich gerne eins dieser Bücher, aber oft finde, dass kein anderes Genre mit so vielen Klischee arbeitet wie dieses.

        Habe mich durch eine Amazon Kritik spoilern lassen, ich war einfach zu neugierig und hatte keine Motivation das Buch zu lesen. Ich muss sagen, dass mich das Geheimnis nicht überrascht hat. Mit dem Wissen, dass das Buch LGBTQ* Charaktere beinhaltet und wichtig ist, war genau dieses Geheimnis auch meine Vermutung.
        Ich habe ja allgemein Angst was du zu der Geschichte sagt, weil wenn du in Someone New zu wenig Handlung kritisierst, dann wirst du das bei meinem Anfang auch so empfinden, weil viel passiert da jetzt auch nicht. Zu der Sache mit den Verweisen, bei mir dient es weniger zu der Charakterbildung bei, sondern habe sie mehr so eingebaut. Da die Protagonistin aber viel Stephen King liest und HP mag, kann aber sein, dass ich da zu viele Verweise habe, muss ich die Tage mal drüber schauen 🙂

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  4. Liebe Yvonne

    Ich bin noch mitten am Lesen, aber bisher langweilt mich das Buch. Es ist nicht spannend, vorhersehbar und Mich ist sehr sehr nervig. Zudem habe ich das Gefühl, dass man in diesem Buch so viel Diversion wie irgendwie möglich eindrücken wollte und dadurch wirkt es auf mich überhaupt nicht mehr authentisch. Bin ja gespannt, weshalb alle das Buch so wichtig finden.

    Deine Rezension finde ich super gelungen. Ehrlich, gut argumentiert und nachvollziehbar.

    Liebe Grüsse

    Josia

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    1. Hey Josia,
      oh, das sagt ja eigentlich schon viel über das Buch aus, wenn du eine Rezension liest, bevor du das Buch fertig gelesen hast. Ich hoffe, ich habe dich nicht gespoilert. Das finde ich manchmal noch schwierig. 🙂
      Ja, authentisch fand ich das Buch auch nicht, obwohl einige genau das ja so toll finden, so als „Querschnitt der Gesellschaft“. Theoretisch ja, aber hier hat es für mich nicht funktioniert. Ich denke, ich habe eine Art Schubladen Denken gehabt. Adrian war für mich nur „Der Schwule“, so böse das jetzt auch klingt, weil das immer wieder erwähnt wurde, sich alles darum kreiste und ich sonst nicht viel über ihn erfahren habe. Aurie hatte ja zum Glück noch das Cosplay z.B.
      Da bin ich auch sehr gespannt! Kannst ja Rückmeldung geben, wenn du es durch hast. Oder du schreibst auch eine Rezi, dann freue ich mich schon aufs lesen 🙂
      Vielen lieben Dank! 🙂
      Liebe Grüße zurück
      Yvonne

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  5. Hallöchen,
    Micah empfand ich auch als extrem aufdringlich. Wie sie sich aufgeführt hat, weil Julian ihr nicht sofort alles erzählt hat. Unglaublich!
    Ich habe mich ehrlich gesagt auch über Adrian aufgeregt. Andererseits … als er dann da war und sich erklärt hat, konnte ich ihn doch gut nachvollziehen. Und da war mir Micahs Reaktion dann zu wenig. „Wie sieht dein Freund aus?“, statt „Wie geht es dir? Kann ich helfen?“.
    Die Popkultur-Referenzen haben mich übrigens auch sehr gestört. Hin und wieder finde ich das ja gut, aber auf jeder zweiten Seite ist es zu viel, zu gewollt.
    Ich verlinke deine Rezension in meiner 🙂
    Liebste Grüße, Kate

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